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Samstag, 12.03.2016

Durchsuchung bei NPD-Stadtrat

Sieben Verdächtige sollen für Anschläge verantwortlich sein. Der Freitaler NPD-Stadtrat Dirk Abraham entschuldigt sich für falsche Beschuldigungen.

Am 20. September wurde auf das Büro der Linken auf der Dresdner Straße in Freital ein Anschlag verübt.
Am 20. September wurde auf das Büro der Linken auf der Dresdner Straße in Freital ein Anschlag verübt.

© SZ

Freital. Am Mittwoch soll es Informationen des MDR zufolge auch beim Freitaler NPD-Stadtrat Dirk Abraham Durchsuchungen gegeben haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden hatte zusammen mit dem Sonderdezernat zur Bekämpfung politisch motivierter Kriminalität und dem Operativen Abwehrzentrum acht Wohnungen durchsucht. Insgesamt wird sieben Beschuldigten vorgeworfen, unter anderem Anschläge auf den VW Golf des Linken-Stadtrats Michael Richter und das Büro der Partei „Die Linke“ in der Dresdner Straße verübt zu haben. In den Wohnungen wurden illegale Pyrotechnik, Vermummungsgegenstände sowie Computertechnik und Speichermedien beschlagnahmt. Nach Informationen der Generalstaatsanwaltschaft hängen die Durchsuchungen mit der Verhaftung von vier Verdächtigen aus dem Umfeld der Freitaler Bürgerwehr im vergangenen November zusammen.

Dirk Abraham entschuldigte sich am Freitag öffentlich bei Michael Richter. „Ich habe bis gestern noch gedacht, dass der Anschlag auf seinen grünen, schrottreifen, Golf Versicherungsbetrug war“, schreibt er bei Facebook. „Ich habe das auch mehrfach (nichtöffentlich) geäußert! Mittlerweile habe ich leider andere Infos.“ Er entschuldige sich beim Stadtrat Michael Richter für diese Äußerungen und falschen Verdächtigungen. „Es war ein Anschlag mittels illegaler Böller“, heißt es in dem Beitrag weiter. „Ich hoffe, dass Herr Richter meine Entschuldigung annimmt!“ (SZ/sca)