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Samstag, 16.01.2016 Trainingslager-Tagebuch, Teil 8

Durcheinander mit Dynamo

Der letzte Test gegen Kiew soll eigentlich gar nicht stattfinden, entpuppt sich dann aber doch als ordentliche Generalprobe vorm Rückrundenstart am kommenden Samstag in Erfurt.

Von Tino Meyer

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Mit einem direkt verwandelten Freistoß bringt Marvin Stefaniak seine Dresdner gegen Kiew in Führung.
Mit einem direkt verwandelten Freistoß bringt Marvin Stefaniak seine Dresdner gegen Kiew in Führung.

© Robert Michael/Archiv

  • Mit einem direkt verwandelten Freistoß bringt Marvin Stefaniak seine Dresdner gegen Kiew in Führung.
    Mit einem direkt verwandelten Freistoß bringt Marvin Stefaniak seine Dresdner gegen Kiew in Führung.
  • Mit etwas erhöhtem Aufwand versuchen die Ukrainer, das Spiel live zu übertragen.
    Mit etwas erhöhtem Aufwand versuchen die Ukrainer, das Spiel live zu übertragen.
  • Die Dresdner filmen das Geschehen ab - natürlich nur zur internen Verwendung und Spielauswertung.
    Die Dresdner filmen das Geschehen ab - natürlich nur zur internen Verwendung und Spielauswertung.
  • Bei tiefstehender Sonne liefern sich die Teams ein enges Match.
    Bei tiefstehender Sonne liefern sich die Teams ein enges Match.
  • Auf der Internetseite von Dinamo ist das Spiel gegen Dynamo schon lange angekündigt gewesen.
    Auf der Internetseite von Dinamo ist das Spiel gegen Dynamo schon lange angekündigt gewesen.

Benahavis. Also doch Kiew. Der Champions-League-Achtelfinalist Dynamo, der demnächst in der Königsklasse auf Manchester City trifft, ist Dresdens Dynamo letzter Testspielgegner. Fest steht das eigentlich schon seit Dezember, zumindest steht es seitdem auf der Vereinshomepage der Ukrainer. Dynamo, das schwarz-gelbe, macht daraus aber zunächst ein großes Geheimnis und will dann im Trainingslager davon überhaupt nichts wissen. Definitiv werde man nicht gegen Kiew spielen - so wünscht sich das zumindest Cheftrainer Uwe Neuhaus. Seine Begründung klingt nachvollziehbar. Sportlich sei der Gegner schwer bis gar nicht einzuschätzen und deshalb die Verletzungsgefahr groß, insbesondere wenn Kiew eine junge, hochmotivierte Nachwuchsmannschaft ins Spiel schickt.

Dazu muss man wissen, dass die Ukrainer gefühlt mit dem ganzen Verein ins Wintertrainingslager gereist sind, also mit der U19, U21 sowie den Profis und das für komplette drei Wochen. Bemerkenswert ist zudem die Hotelwahl: das Kempinski im Nachbarort Estepona, eine der besten Adressen am Ort. Dagegen logieren die Dresdner in einer besseren Jugendherberge - sind aber dennoch hochzufrieden. Mit dem Hotel, dem kurzen Weg zum Trainingsplatz, dem reichhaltigen Essen, überhaupt mit den Bedingungen - alles gut, wie Geschäftsführer Robert Schäfer sagt und die Spieler bestätigen. Der Wechsel zur Agentur Match IQ, die mit insgesamt 22 deutschen Erst- und Zweitligisten zusammenarbeitet und nun erstmals auch für Dynamo ein Camp organisiert hat, scheint sich offenbar auszuzahlen.

Naja, und auch mit dem abschließenden Test kann Neuhaus am Ende doch ganz gut leben, nicht zuletzt weil es nach dem 1:3 gegen die Belgier aus Waregem und dem 0:1 gegen Augsburg diesmal gegen eine weitere erstklassige Mannschaft keine Niederlage gibt. Aus Mangel an Alternativen vor Ort haben die Dresdner nämlich doch gegen Kiew spielen müssen. Der VfB Stuttgart II, derzeit ebenfalls in Marbella, hat so kurzfristig jedenfalls nicht einspringen können. Die Schwaben-Talente testen zeitgleich auf dem Platz gegenüber gegen ein chinesisches Team.

Vor allem in der ersten Hälfte zeigt das kleine gegen das große Dynamo ein gutes Spiel und geht kurz vorm Halbzeitpfiff durch einen direkt verwandelten Freistoß von Marvin Stefaniak sogar in Führung. Nach der Pause profitieren die Ukrainer, die übrigens mit einer Mischmannschaft aus Talenten und Profis antreten, von ihrer individuellen Klasse und erzielen zwei Treffer. Was aber auch damit zu tun hat, dass auch bei den Dresdnern nach dem Seitenwechsel die zweite Reihe eine Chance bekommt. Doch kurz vor Schluss werden die Bemühungen belohnt und das Trainingslager gekrönt - mit dem 2:2-Ausgleich durch Tim Väyrynen nach Vorarbeit von Neuzugang Stefan Kutschke.

Die gesammelten Tagebuch-Einträge sind unter www.sz-link.de/tagebuch zu finden.

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