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Drogenchefin erneut vor Gericht

Eine 27-Jährige ist mehrfach mit Crystal erwischt worden. Ein Besuch im Schnellrestaurant wurde ihr zum Verhängnis.

04.10.2017
Von Tina Soltysiak

fin erneut vor Gericht

© Symbolfoto: dpa

Döbeln/Chemnitz. Die Döbelner Drogenszene ist jahrelang von einer Frau dominiert worden. Seit der Polizei ein großer Schlag gegen die Kriminellen gelang, wurde zahlreichen Tätern der Prozess gemacht. Sie wurden teilweise zu langen Freiheitsstrafen verurteilt.

So sitzt auch die ›Deutsche, die einer der Dreh- und Angelpunkte des Drogenhandels im Raum Döbeln gewesen sein soll, bereits in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Chemnitz ein. Von dort aus wird sie jedoch am 18. Oktober erneut in einem Gerichtssaal vorgeführt. „Sie muss sich unter anderem wegen des Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge verantworten“, sagte Marika Lang, Sprecherin des Landgerichtes Chemnitz, auf DA-Nachfrage.

Mit Crystal erwischt

Ein Besuch im Schnellrestaurant in Großweitzschen wurde der angeklagten 27-Jährigen am 11. November 2015 zum Verhängnis. Sie war nachts mit einem Auto mit entstempelten Kennzeichen unterwegs. Die Polizei kontrollierte sie. „In einer Tasche fanden sich rund sechs Gramm Marihuana, rund 28 Gramm Crystal sowie ein Elektroimpulsgerät“, so Marika Lang.

Nur wenige Monate später, am 25. April 2016, wurde sie in Döbeln mit zwei Gramm Crystal erwischt. „Die Menge war portioniert auf ein Tütchen mit 0,8 Gramm und die restliche zu je 0,1 Gramm“, erläuterte Marika Lang. Als sich dieser Vorfall ereignete, hatte die Frau bereits vom Amtsgericht Döbeln eine Haftstrafe von einem Jahr und sieben Monaten verhängt bekommen. „Das Verfahren war am 1. Dezember 2015. Das Urteil wurde allerdings aufgrund von Berufungen erst am 26. Mai 2016 rechtskräftig“, erklärte die Gerichtssprecherin. Die Angeklagte habe ein langes Vorstrafenregister wegen mehrerer Drogendelikte, fügte Lang hinzu.

Das Verfahren wird am Mittwoch, 18. Oktober, ab 9 Uhr vor der sechsten Strafkammer im Saal 232 des Landgerichts Chemnitz verhandelt. Der Prozess ist öffentlich. Zunächst seien zwei Polizisten als Zeugen geladen, so Marika Lang.