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Freitag, 07.12.2012

Dresdner zahlen 4,6 Prozent mehr Miete

Mehr Kinder, mehr Zugezogene und kaum noch Leerstand - das treibt die Mieten in Dresden hoch.

Dresden. Um durchschnittlich 4,6 Prozent stieg die Miete in Dresden in den letzten zwei Jahren. Das geht aus dem neuen Mietspiegel hervor, den Sozialbürgermeister Martin Seidel (parteilos) am Freitag vorstellte. Eine 80 Quadratmeter große Wohnung wurde somit um 230 Euro pro Jahr teurer. Jetzt kostet der Quadratmeter in Dresden im Schnitt 5,46 Euro. Die Mieten für Wohnungen in sanierten Altbauten stiegen sehr stark. Am teuersten sind große Wohnungen, die nach 1990 gebaut wurden. Dafür zahlen Dresdner durchschnittlich 6,72 Euro pro Quadratmeter.

Der Mietspiegel soll eine Übersicht über die Mieten in Dresden geben. Er steht für die sogenannte "ortsübliche Vergleichsmiete im freifinanzierten Wohnungsbestand". Er soll Mieterhöhungen begrenzen und gibt einen Orientierungswert, wenn Mieter in eine neue Wohnung ziehen. Um die Daten zu erheben, befragte eine Marktforschungsfirma mehr als 2.000 Dresdner zu ihrer Wohnungsausstattung und Miethöhe. Außerdem lieferten große Wohnungsunternehmen die Daten zu mehr als 1.100 Wohnungen.

Weil die Mieten so schnell steigen, berechnet die Stadt auch die Sozialleistungen neu. Die Ergebnisse sollen in der ersten Hälfte des nächsten Jahres vorliegen. Bestätigt der Stadtrat diese, werden die Beträge rückwirkend gezahlt.

Die Mietspiegelbroschüre ist ab Anfang Januar in allen Rathäusern, Ortsämtern, Ortschaften, Bürgerbüros und beim Mieterverein Dresden für drei Euro zu haben. Der Mietspiegel steht unter www.dresden.de/mietspiegel zum Download bereit. (szo)