Freitag, 28.12.2012

Dresdner SC verpflichtet US-Nationalspielerin Davis

Dresden. Volleyball-Bundesligist Dresdner SC hat kurz vor dem Jahreswechsel die US-amerikanische Nationalspielerin Nicole Davis verpflichtet. Die 30 Jahre alte Libera wurde am Freitag vorgestellt. Grund für die Verpflichtung war der unerwartete Abgang ihrer Landsfrau Kayla Banwarth. Die 23-jährige Annahme- und Abwehrspezialistin war erst Mitte November für die Verletzten Kerstin Tzscherlich (Knie) und Myrthe Schoot (Meniskus) gekommen. Doch weil Banwarth Heimweh plagte, bat sie um vorfristige Auflösung ihres befristeten Vertrages und flog nach dem letzten Hinrundenspiel in Schwerin kurz vor Weihnachten zurück in die Heimat.

Der Kontrakt mit Nicole Davis läuft bis Saisonende. Ihr Debüt im DSC-Dress wird sie beim ersten Heimspiel im neuen Jahr am 5. Januar gegen den VfB Suhl geben. „Wir haben das Glück, mit Nicole eine Spielerin zu verpflichten, die sowohl mit ihrer Nationalmannschaft als auch auf Clubebene herausragende Erfolge und natürlich viele Erfahrungen gesammelt hat. Sie ist eine Athletin, die die Liberorolle mit großer Intensität, viel Herz und Leidenschaft spielt. Deshalb sind wir froh, dass sie sich so schnell für uns entschieden hat“, sagte Trainer Alexander Waibl.

Mit der Verpflichtung der Kalifornierin ist dem deutschen Meisterschafts-Zweiten ein Sensationstransfer gelungen. Mit der USA-Nationalmannschaft erkämpfte die 1,67 m große Athletin sowohl 2008 in Peking als auch in diesem Jahr in London olympisches Silber. Davis, die seit 2005 zum Aufgebot der Auswahl ihres Landes gehört, gewann mit ihrem Team zuletzt dreimal in Serie den World Grand Prix.

Auf Clubebene sammelte die US-Amerikanerin unter anderem bei Top-Vereinen wie Fenerbahce Istanbul (Türkei), Guangdong Hengda (China) oder Lokomotiv Baku (Aserbaidschan) Erfahrungen. In der vergangenen Saison spielte sie beim italienischen Erstligisten River Volley Piacenza. In den letzten Monaten trainierte Nicole Davis im Volleyball-Zentrum in der Nähe von Los Angeles, um sich fit zu halten. (dpa)

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