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Samstag, 13.04.2013

Dresden erhält zwei neue Messen

Veranstalter TMS geht mit neuen Konzepten auf den Markt. Gesundheit und Hausbau stehen dabei im Mittelpunkt.

Von Bettina Klemm

In unmittelbarer Nähe der Messe Dresden wird es ab Herbst ein weiteres Ausstellungsgelände geben. Eventveranstalter Mirco Meinel baut dazu die alten Hallen neben der Wasserfläche um. Am Messering 8 stehen sie bald als „Erlwein-Capitol“ zur Verfügung. TMS-Messechefin Anne Frank hat sich für diese Hallen gleich zwei neue Messen einfallen lassen. So soll es am 14. und 15. September die Messe „Dresdner Herbst Bau“ und vom 11. bis 13. Oktober die „Gesund Dresden“ geben.

Anne Frank macht damit aus der Not eine Tugend. 2007 hatte sie für fünf Jahre Sonderkonditionen für die Dresdner Messe vereinbart. Da es darüber Streit unter Messeveranstaltern gab, hat Messe-Chef Ulrich Finger den Vertrag nicht verlängert. So fordert er seit diesem Jahr wesentlich höhere Mieten. Diese wiederum konnte die Messechefin nicht bezahlen. Mit Ausnahme der Veranstaltung „Reisemarkt“ verabschiedetet sie sich deshalb von der Messe Dresden.

Mit dem Kongresszentrum und dem Flughafen hat sie in Dresden andere Veranstaltungsorte gefunden. „Sie werden sehr gut angenommen“, sagt sie. So habe sie für die nächste Hochzeitsmesse im Januar schon jetzt fast alle Flächen vergeben.

Die frühere Messe „Dresdner Herbst“ konzipiert sie neu. So konzentriert sich die Bau-Messe auf Themen wie Sanierung und Hausbau. Besonders Handwerker stellen hierbei ihre Angebote vor. Für die 4.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche habe sie ebenfalls schon eine rege Nachfrage und zahlreiche Verträge unterschrieben. Das Konzept für die „Gesund Dresden“ hat sie gemeinsam mit Professor Peter Schwarz von der Uni-Klinik und mit Dr. Carsten Nolte von der privatärztlichen Praxis Epidaurus entwickelt. „Wir können als Einzelne sehr viel tun, um gesundzubleiben oder es zu werden. Dazu gehören Ernährung, Sport und eine positive Einstellung“, sagt Anne Frank. Die neue Gesundheitsmesse soll den Besuchern Anregungen geben. Auch wenn ihr der Abschied von der Messe Dresden nach fast 17 Jahren sehr weh tue, stellt sie sich nun neuen Aufgaben. Das schulde sie schon ihren 60 Mitarbeitern.