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Mittwoch, 01.06.2016

Drei Herren fordert, beanstandete Winzer sollen sich bekennen

Das Radebeuler Weingut hat gerade die Ergebnisse von der Landesuntersuchungsanstalt bekommen – seine Weine sind als einwandfrei bestätigt.

Von Peter Redlich

Rainer Beck vom Weingut Drei Herren in Radebeul. Es gilt mit seinen fünf Hektar Rebfläche zu den bekanntesten im Elbland. Es wird als einziges ostdeutsches Weingut von der Deutschen Lebensmittel Gesellschaft (DLG) in der Liste der deutschen Top 100 geführt.
Rainer Beck vom Weingut Drei Herren in Radebeul. Es gilt mit seinen fünf Hektar Rebfläche zu den bekanntesten im Elbland. Es wird als einziges ostdeutsches Weingut von der Deutschen Lebensmittel Gesellschaft (DLG) in der Liste der deutschen Top 100 geführt.

© Arvid Müller

Radebeul. Die Betreiber vom Radebeuler Weingut Drei Herren würden beinahe täglich von Kunden und Besuchern gefragt, ob sie auch zu den vom Weinskandal betroffenen Gütern zählen. Das habe ihm jetzt gereicht, sagt Rainer Beck, der gemeinsam mit Kellermeister Claus Höhne und Antje Wiedemann das Gut betreibt.

Vor wenigen Tagen, so Beck, seien die Ergebnisse von der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen eingetroffen. Proben seien sowohl auf Kreis- als auch auf Landesebene aus den Beständen entnommen wurden und hätten sich als einwandfrei erwiesen. Beck: „Wir versichern unseren Kunden ausdrücklich, dass unsere Produkte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stets einwandfrei waren, sind und sein werden.“ Immerhin werde im Umkehrschluss den jetzt ohne Beanstandung gebliebenen sächsischen Weingütern durch die erfolgten Prüfungen von staatlicher Stelle die Unbedenklichkeit ihrer Produkte bestätigt. Dies müsse ängstliche Verbraucherherzen eigentlich höher schlagen lassen, so der wesentliche Geldgeber bei Drei Herren.

Beck fordert zugleich alle Weingüter und Winzer auf, deren Weine beanstandet wurden, sich zu erkennen zu geben. Sonst würden weiterhin sämtliche anderen Weingüter unter Generalverdacht gestellt. Er bedaure vor allem die Situation bei Winzer Jan Ulrich aus Diesbar-Seußlitz, der eigentlich unverschuldet in die Situation gebracht worden sei, große Bestände seines Weines vernichten zu müssen.

Der sogenannte Weinskandal war entstanden, nachdem in Weinen von sächsischen Winzern eine über der Zulässigkeitsgrenze gelegene Konzentration des Pflanzenschutzmittels Dimethoat festgestellt worden war. Seitdem werden die Weine der Erzeuger in Sachsen von der Landesuntersuchungsanstalt erneut überprüft.