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Samstag, 17.09.2011

Die www.jobworld

Beruf Im Netz gibt es viele Stellenbörsen.Nicht jede ist auch für jeden gut.

Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz oder einem Job kommen Bewerber kaum noch am Internet vorbei. Hier veröffentlichen 71 Prozent der Unternehmen Stellenanzeigen, geht aus einer Umfrage des IT-Verbandes Bitkom hervor. Wer seine Daten geschickt verwaltet, wird vielleicht sogar von Arbeitgebern entdeckt.

Bevor es losgeht, sollten Bewerber aber ihre Ziele fixieren, sagt Karriereberater Klaus Sarsky aus München. Je klarer das eigene Profil, desto einfacher wird auch die Orientierung auf den Portalen. Leichter sucht es sich auch, wenn der Berufswunsch konkret ist. Wer etwa im kaufmännischen Bereich arbeiten will, findet ansonsten sehr viele Einträge in den Ausbildungsbörsen der Bundesarbeitsagentur oder der Industrie- und Handelskammern. Das könnte verwirren.

Sinnvoll ist es, nach unterschiedlichen Berufsbezeichnungen zu suchen. Die Stelle eines Finanzbuchhalters könne auch als Controller oder als Spezialist für das Rechnungswesen ausgeschrieben sein, sagt Maurice Shahd vom Bitkom. Wer den Key-Account-Manager nicht findet, kann alternativ nach Stichwörtern wie Großkundenbetreuer oder Vertriebsleiter suchen. Von Anfang an klar sein sollte auch, ob man nach Teil- oder Vollzeitjob sucht und wie weit der Arbeitsplatz vom Wohnort entfernt sein darf.

Ob Ausbildung oder Job: In Berufsfeldern wie Technik, Medien oder Gesundheit biete sich auch eine Suche über Fach- und Branchenportale an, die Stellenmärkte für einzelne Berufsgruppen anbieten. Auch in sozialen Netzwerken kann man fündig werden. Daneben helfen Metasuchmaschinen wie www.jobworld.de, www.jobrobot.de oder www.jobrapido.de: Sie scannen den Inhalt diverser Jobbörsen und bieten bei der Recherche eine gute Marktübersicht.

Doch nicht in jedem Fall finden sich in den Ergebnissen der Metasuchmaschinen auch die Stellenanzeigen der kleineren Portale. Wichtig sei für Schüler die regionale Suche nach Lehrstellen, sagt Markus Kiss, Leiter Ausbildungspolitik beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag in Berlin. Spezielle Datenbanken halten etwa die Handwerks- sowie die Industrie- und Handelskammern bereit. Für unsere Region wären das www.hwk-dresden.de und www.dresden.ihk.de.

Die Suche auf Karriereportalen wie www.jobware.de, www.experteer.de oder www.stellenmarkt.de hat für angehende Azubis eher wenig Sinn. Die Seiten wenden sich an ausgebildete Fach- und Führungskräfte mit Berufserfahrung.

Mehr als die reine Suche nach Stellenanzeigen bieten Börsen wie www.monster.de, www.stepstone.de oder www.jobscout24.de. Hier finden Interessenten auch umfangreiche Informationen zum Thema Bewerbung und Karriere. Teils sind auch Informationen zu Berufsbildern abrufbar. Diese kostenlosen Angebote können Bewerber nutzen, um ihre Chancen bei der Jobsuche zu erhöhen. Suchanfragen lassen sich meist speichern. Treffen passende Stellenanzeigen ein, werden Abonnenten per SMS oder E-Mail benachrichtigt.

Ideal ist es, mehrere Jobbörsen gleichzeitig zu nutzen. Allerdings überschneidet sich das Angebot teilweise. Der Katalog der Bundesarbeitsagentur wird zum Beispiel auch in www.jobfinder.de oder http://jobs.meinestadt.de eingespeist. Anbieter wie Stepstone oder Monster kooperieren mit Hunderten Webseiten. Manche Börsen fahren zweigleisig und bieten neben der kostenlosen Registrierung einen kostenpflichtigen Account an. Wer nicht zahlt, bekommt dann bestimmte Anzeigen erst später oder gar nicht zu Gesicht.Andreas Thieme, dpa