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Dienstag, 13.02.2018

„Die Tschernobylkinder waren wieder bei uns“

Vier Wochen lang erholten sich weißrussische Kinder in der Region. Sie besuchten auch die Rosenthaler Grundschule.

Ruben und Sasha aus Bielatal (4. Klasse) mit ihren kleinen weit gereisten Gästen.
Ruben und Sasha aus Bielatal (4. Klasse) mit ihren kleinen weit gereisten Gästen.

© Foto: privat

Rosenthal. Am 17. Januar waren Kinder aus Weißrussland, die sich im Rüstzeitheim Rosenthal vier Wochen lang erholen, traditionell in der Rosenthaler Grundschule zu Gast. Es waren in diesem Jahr überaus viele sozial und gesundheitlich extrem benachteiligte und bedürftige Kinder, die bei Pflegeeltern oder bei der Oma leben, in der Gruppe dabei, berichtet Schulleiterin Birgit Münzberg. Die Eltern der Rosenthaler Grundschüler spendeten so viele nützliche Sachen wie noch nie zuvor. Klassenleiterin Frau Konrad hat die Kinder der Klasse 4 alles aufschreiben lassen und einen Bericht an die SZ zusammengestellt:

„Am Mittwoch waren die 25 Kinder aus Weißrussland bei uns. Wir haben für sie ein Lied in russischer Sprache einstudiert, viele russische Wörter erlernt und ein kleines Heft in russischer Sprache angefertigt. Bereits am Montag kam der ehemalige Pfarrer Herr Hartmann in unsere Schule. Er erzählte uns mit Bildern über das Atomunglück 1986 in Tschernobyl und beantwortete unser Fragen. Nach zwei Unterrichtsstunden war es endlich soweit. Im Musikzimmer hatten wir alles für unsere Gäste vorbereitet. Wir stellten uns alle auf Russisch vor und sangen gemeinsam. Unsere Gäste hatten ein langes Lied in deutscher Sprache einstudiert. Es hieß: ‚Alle unsere Namen‘ und war für alle sehr beeindruckend.

Nun bekamen unsere Gäste noch einen kleinen Obst-Snack, den die Klasse 2 mit Frau Naffin vorbereitet hatte. Dann begann die schönste Zeit des Tages, das gemeinsame Spiel. Alle Kinder hatten Freude und es gab kaum Verständigungsprobleme oder Berührungsängste.“ (SZ)