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Montag, 02.10.2017

Die Stimme der Mittelgebirge

Veronika Hiebl vom Tourismusverband Erzgebirge führt die Gipfelstürmer an – für ein starkes Stück Deutschland.

Von Mandy Schaks

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Veronika Hiebl ist Geschäftsführerin vom Tourismusverband Erzgebirge. Nun hat sie noch eine Aufgabe dazubekommen.
Veronika Hiebl ist Geschäftsführerin vom Tourismusverband Erzgebirge. Nun hat sie noch eine Aufgabe dazubekommen.

© Egbert Kamprath

  • Veronika Hiebl ist Geschäftsführerin vom Tourismusverband Erzgebirge. Nun hat sie noch eine Aufgabe dazubekommen.
    Veronika Hiebl ist Geschäftsführerin vom Tourismusverband Erzgebirge. Nun hat sie noch eine Aufgabe dazubekommen.

Dippoldiswalde. Veronika Hiebl hat immer auch ein Auge auf die anderen Mittelgebirge in Deutschland. Zwar ist die Geschäftsführerin vom Tourismusverband Erzgebirge in erster Linie daran interessiert, die Region zwischen Altenberg und Oberwiesenthal nach vorn zu bringen und bei Gästen noch ein Stück bekannter zu machen. Doch die Konkurrenz im eigenen Lande schläft nicht.

Die Mitbewerber sind nicht nur stark, sondern auch zahlreich. Deshalb schaut sich Veronika Hiebl auch immer genau die Zahlen der Mitbewerber an, um zu wissen, wo das Erzgebirge steht. „Im Vergleich mit anderen Mittelgebirgen liegen wir im Mittelfeld“, sagt sie. Klassenprimus ist der Schwarzwald. „Der ist mit über 20 Millionen Übernachtungen im Jahr für uns unerreichbar.“ Danach kommt bundesweit lange nichts. Doch dann liegen einige Mitbewerber ziemlich eng beieinander.

Das Erzgebirge konnte im Vorjahr die Drei-Millionen-Marke wieder knacken und seinen zehnten Platz gegenüber 2015 verteidigen. Das ist nicht selbstverständlich. Mal gewinnt eine Region etwas dazu, wie letztes Jahr die Sächsische Schweiz, mal verliert eine etwas. „Wenn wir nicht ständig Gas geben und neue Produkte auf den Markt bringen und eine gute Budgetausstattung haben, werden wir nach hinten durchgereicht“, sagt Veronika Hiebl. Trotzdem sehen sich die Mittelgebirge nicht nur als Konkurrenz im Tourismus. Denn sie haben die gleichen Sorgen und Probleme, aber auch Chancen.

„Die deutschen Mittelgebirge mit Höhen von 300 bis 1 500 Metern, vielen Wäldern, Tälern und Flüssen sind die wohl charakteristischsten und typischsten Landschaftsformen in Deutschland“, erläutert Doreen Burgold vom Tourismusverband Erzgebirge. „Um diese abwechslungsreichen Ferienlandschaften zwischen Alpen und Küsten stärker ins Bewusstsein zu heben, wurde 2009 der Verein Deutsche Mittelgebirge gegründet.“ Der Verein soll dieser wichtigen Säule im Deutschlandtourismus eine Stimme verleihen und deutlich machen, dass die Mittelgebirge ein starkes Stück Deutschland sind. Und oberste Repräsentantin ist nun eine aus dem Erzgebirge. Die Mitglieder des Bundesverbandes haben vergangene Woche zu ihrer Jahreshauptversammlung im Thüringer Wald Veronika Hiebl zur neuen Vorsitzenden gewählt.