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Freitag, 01.12.2017

Die Ruhe vor dem Sturm

Mit den englischen Wochen startet für die Dresdner Volleyballerinnen ein straffes Vorweihnachtsprogramm.

Von Michaela Widder

Piia Korhonen bleibt gelassen beim Blick auf den Terminkalender. Mit dem Topspiel gegen Schwerin startet für die DSC-Volleyballerinnen am kommenden Mittwoch ein anstrengendes Programm. Bundesliga, Pokal-Halbfinale und ab Mitte Dezember Europapokal sind nur mit englischen Wochen zu schaffen. „In Finnland hatten wir in der Saison immer viele Spiele. Daher ist das für mich kein Problem“, sagt die neue Dresdner Top-Angreiferin.

Auch Alexander Waibl hat mittlerweile viel Erfahrung mit der Trainingsteuerung in dieser Saisonphase. „Wenn es nur noch englische Wochen sind, nervt es irgendwann. Da geht es nur: spielen, regenerieren, spielen, regenerieren“, sagt der Trainer. Für fertige Spielerinnen, die bereits auf Top-Niveau sind, sei das unproblematisch. „Doch wir haben viele junge Volleyballerinnen, die noch viel Training benötigen.“

Daher ist etwa eine spielfreie Woche nicht mit einer trainingsfreien Woche zu verwechseln – im Gegenteil. „Beim Balltraining machen wir etwa dieselbe Menge. Wir müssen das allerdings an die Hallenlage anpassen“, sagt Waibl und spricht ein wiederkehrendes Problem an. An drei von fünf Tagen vor dem Heimspiel könne er die Margonarena nur eingeschränkt nutzen.

„Im konditionellen Bereich machen wir zurzeit deutlich mehr. In den nächsten zwei Wochen wird das Krafttraining dann reduziert“, erklärt der 49-Jährige. Zu früh wollte er auch nicht mit den Videoeinheiten beginnen, damit sich sein Team „noch ein paar Tage mit sich selbst beschäftigt“.

Mit dem Sieg im Pokal-Viertelfinale gelang dem DSC wettbewerbsübergreifend schon der sechste Sieg in Folge. Bevor es am 20. Dezember gegen Schwerin um den Einzug ins Finale geht, treffen beide Teams am Mittwoch in der Bundesliga aufeinander. Ob das ein Vorteil ist, kann Waibl nicht einschätzen. „Gegen schwächere Teams würden manche vielleicht nach einem glatten Sieg sagen: Jetzt ist man klarer Favorit. Aber das ist bei Schwerin nicht so – egal, wie es ausgeht. Das ist immer ein besonderes Spiel“, meint Waibl.

Im Pokal sei die Fallhöhe gegen den deutschen Meister, findet jedenfalls Waibl, auch nicht so groß. „Wir können nur gewinnen.“ Auf der anderen Seite ist das Finale in Mannheim erstes großes Saisonziel. Zumindest haben die Dresdner Losglück und wie im Viertelfinale Heimrecht. Eine Partie in eigener Halle ist immer ein Plus, zudem spart es viel Reisezeit. „Für uns ist es gut, dass wir jetzt relativ viele Heimspiele haben. Nur die Fahrt nach Aachen zwischen dem Schwerin-Spiel und Europapokal wird sehr anstrengend.“

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