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Freitag, 16.03.2018

Die Rolle der Berufsbekleidung in verschiedenen Branchen

Für die deutsche Bekleidungsindustrie war 2017 ein starkes Jahr. Mit 12 Milliarden Euro Umsatz wurde ein Wachstum von 2,5 Prozent erzielt. Das ist weniger der klassischen Mode zu verdanken, als der Arbeits- und Berufskleidung.

Bildautor: Yerson Retamal
Bildautor: Yerson Retamal

In diesem Segment schnellten die Umsätze um fast 28 Prozent in die Höhe. Das lag wesentlich an der florierenden Wirtschaft.

Berufskleidung gibt es in vielen Branchen. Der „Arztkittel“ im medizinischen Bereich oder der „Blaumann“ bei Handwerkern ist jedem vertraut. Es handelt sich aber nur um zwei Beispiele unter vielen. Schon seit dem Mittelalter ist es üblich, dass bestimmte Berufsstände sich in ihrer Kleidung „ausweisen“. Neben dem „Erkennungswert“ erfüllt Berufskleidung aber auch andere Funktionen. Sie soll praktisch sein und die Tätigkeit erleichtern. Vielfach ist sie auch dazu gedacht, ihre Träger bei ihrer Arbeit zu schützen.

Diese Arten von Berufskleidung gibt es - arbeitsrechtlich werden drei Arten von Berufskleidung unterschieden:

- Berufskleidung im engeren Sinn: dabei handelt es sich um Kleidung, die in bestimmten Branchen üblich geworden ist, weil sie sich als praktisch erwiesen hat. So etwas findet man zum Beispiel in der Gastronomie (Kellner, Köche) oder in bestimmten Handwerksberufen (Zimmerleute, Schornsteinfeger).

- Dienstkleidung: ist Kleidung, die vom Arbeitgeber zu „Erkennungszwecken“ bzw. der Corporate Identity wegen während der Arbeitszeit vorgeschrieben wird. Hierunter fällt die typische „Dienstuniform“, ob im öffentlichen Dienst oder in der privaten Wirtschaft.

- (Arbeits-)Schutzkleidung: ist spezielle Arbeitskleidung, die den Träger vor besonderen Gefahren bei seiner Arbeit schützen soll. Hierfür gelten oft besondere Vorschriften. Arbeitsschutzkleidung ist zum Beispiel Pflicht bei Feuerwehren oder der Polizei. Darüber hinaus gibt es Schutzkleidung für unterschiedliche Zwecke - zum Hitzeschutz, Hygieneschutz, Wind- und Wetterschutz usw..

Was Berufskleidung können soll

Berufskleidung soll immer praktisch sein. Den Träger nicht unnötig bei der Arbeit einzuengen und zu behindern, ist eine Mindestanforderung. Im besten Fall bietet die Kleidung eine echte Hilfe, nicht nur weil sie bequem ist, sondern weil sie auch bei der Ausübung der Tätigkeit unterstützt. Bei Schutzkleidung ist das per se gegeben. Darüber hinaus soll Berufskleidung robust und strapazierfähig sein. Das gilt vor allem in Branchen, in denen die Berufskleidung „im Außeneinsatz“ oder an besonders beanspruchenden Orten zu tragen ist. Last but not least soll Berufskleidung oft auch ästhetischen Ansprüchen genügen, vor allem dort, wo Kundenkontakte eine wichtige Rolle spielen. Gute Berufskleidung verlangt also Qualität - die erhält man in der Regel bei einem Qualitätshändler. Das bietet zum Beispiel die Berufsbekleidung vom Fachhändler Engelbert Strauss.

Wer trägt die Kosten der Berufskleidung?

Ein „heißes Eisen“ ist immer die Frage, wer die Kosten der Berufskleidung zahlt - Arbeitgeber oder Arbeitnehmer? Relativ eindeutig ist das bei gesetzlich vorgeschriebener Schutzkleidung. Hier ist der Arbeitgeber in der Pflicht. Bei sonstiger Arbeits-, Dienst- oder Berufskleidung gilt: „es kommt darauf an“. Eine grundsätzliche Pflicht, dass der Arbeitgeber die Kosten trägt, besteht nicht - selbst dann, wenn er das Tragen vorschreibt. Fast immer ist der Arbeitnehmer in der Verantwortung, wenn die Kleidung auch privat getragen werden kann. Arbeitgeber übernehmen aber vielfach freiwillig die Kosten, auch wenn sie nicht dazu verpflichtet sind. Zum Teil ist das auch in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen geregelt.