Dienstag, 13.11.2012

Die neue Generation der Centerchefs

Jens Kirbach soll mit dem Umbau die Centrum-Galerie zum Erfolg führen. Den leichteren Start hat dagegen der neue Manager des Elbeparks.

Von Juliane Richter

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Jens Kirbach hat die Geschäfte der Centrum-Galerie interimsweise übernommen. Mit einer Mischung aus Elan, Berliner Gelassenheit und jeder Menge Erfahrung will der 50-Jährige den Umbau des Centers voranbringen. Er glaubt an den Erfolg des Objekts. Fotos: Steffen Füssel
Jens Kirbach hat die Geschäfte der Centrum-Galerie interimsweise übernommen. Mit einer Mischung aus Elan, Berliner Gelassenheit und jeder Menge Erfahrung will der 50-Jährige den Umbau des Centers voranbringen. Er glaubt an den Erfolg des Objekts. Fotos: Steffen Füssel

  • Jens Kirbach hat die Geschäfte der Centrum-Galerie interimsweise übernommen. Mit einer Mischung aus Elan, Berliner Gelassenheit und jeder Menge Erfahrung will der 50-Jährige den Umbau des Centers voranbringen. Er glaubt an den Erfolg des Objekts. Fotos: Steffen Füssel
    Jens Kirbach hat die Geschäfte der Centrum-Galerie interimsweise übernommen. Mit einer Mischung aus Elan, Berliner Gelassenheit und jeder Menge Erfahrung will der 50-Jährige den Umbau des Centers voranbringen. Er glaubt an den Erfolg des Objekts. Fotos: Steffen Füssel
  • Gordon Knabe wechselt aus Chemnitz in den Elbepark.
    Gordon Knabe wechselt aus Chemnitz in den Elbepark.

Im Dresdner Handel bewegt sich was. Momentan vor allem bei den Entscheidern, die an der Spitze der heimischen Einkaufscenter stehen. Ohne großen Rummel hat Jens Kirbach vor Kurzem die Geschäfte der Centrum-Galerie übernommen. Der 50-jährige Berliner muss vor allem eine Herausforderung meistern: Er soll den 27 Millionen Euro teuren Umbau des Centers an der Prager Straße stemmen. Möglichst so, dass die Besucherzahlen danach deutlich über 35.000 Menschen pro Tag steigen.

Kirbach selbst ist überzeugt, dass das funktionieren kann. „Na, bei der Lage, mitten in der City“, sagt er mit deutlichem Berliner Dialekt. Mit rosaroter Brille ist der erfahrene Manager aber nicht nach Dresden gekommen. Verbesserungspotenzial hat er auf den ersten Blick ausgemacht. „Das Haus wirkt von außen nicht wie ein Einkaufscenter. Es könnte auch ein Bürohaus oder eine Schwimmhalle sein.“ Schlechte Voraussetzungen, wenn man die Einkaufswilligen in das eigene Center locken will. Kirbach will deshalb gern ein größeres Logo an der Ecke zur Prager Straße anbringen. Überhaupt soll die Galerie außen mehr auffallen – vor allem durch Lichter, die nicht zwingend mit der Weihnachtsbeleuchtung zu tun haben. „Wenn man Center in London oder Hongkong sieht. Da leuchtet alles“, sagt er begeistert. Kitschig solle es nicht werden, aber eben auffälliger. Die Gespräche mit der Stadt über die Fassadengestaltung laufen bereits.

Im Innern setzt er sich dafür ein, dass die großangelegten Umbauarbeiten möglichst wenig auffallen. Hinter großen Staubschutzwänden wird Tag und Nacht gearbeitet. Zu neuen Mietern, die nach dem Umbau im Sommer einziehen sollen, kann Kirbach noch nichts sagen. „Leerflächen sind natürlich erstmal nicht sexy. Aber wir versuchen, die übrigen Mieter in der Umbauphase zu unterstützen“, sagt er. Wie lange der Berliner diesen Job machen wird, ist noch unklar. Denn eigentlich ist er lediglich als Interimslösung eingesprungen, nachdem Vorgänger Jan Harm überraschend das Unternehmen verlassen wollte. „Ob ich hier dauerhaft bleiben will, hat mich niemand gefragt“, scherzt er. Kirbach wird es in einigen Monaten wieder zum „Boulevard Berlin“ im Stadtteil Steglitz ziehen. Nämlich dann, wenn ein dauerhafter Manager für die Centrum-Galerie gefunden wurde.

Ganz anders verhält es sich mit der neuesten Personalie im Elbepark. Der 37-jährige Gordon Knabe hat sich dort gestern als neuer Manager vorgestellt. „Wir wechseln die Manager nie, ansonsten nur wegen Unfähigkeit. Dann wird man gefeuert. Meine Halbwertszeit ist langfristiger Natur“, so Knabe mit einem Augenzwinkern. Sein Vorgänger Christian Danne geht allerdings nicht wegen Unfähigkeit, sondern um ein neues Center in Hannover zu übernehmen. Neuling Knabe kann von der fast einjährigen Arbeit des Vorgängers profitieren. Er sieht nur „feine Erfolgsstellschrauben zum Nachjustieren“. Der Elbepark sei zu 100 Prozent vermietet, am Wochenende kommen im Schnitt bis zu 55000 Besucher, größtenteils aus dem Umland. Seine Aufgabe sieht Gordon Knabe darin, am Branchenmix im Center zu arbeiten und vor allem den Einkauf mit Aktionen zu einem Erlebnis zu machen. Aktionen, die es so in den anderen Centern Dresdens nicht gebe.