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Freitag, 25.11.2016 09:00 Uhr

Die nächste Generation übernimmt

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Seit langem ein eingespieltes Team im Familienbetrieb: Jürgen und Ingrid Köpping mit Schwiegertochter Doreén Starke-Köpping und Sohn Björn Köpping (v. l.) | Foto: Constanze Knappe
Seit langem ein eingespieltes Team im Familienbetrieb: Jürgen und Ingrid Köpping mit Schwiegertochter Doreén Starke-Köpping und Sohn Björn Köpping (v. l.) | Foto: Constanze Knappe
  • Seit langem ein eingespieltes Team im Familienbetrieb: Jürgen und Ingrid Köpping mit Schwiegertochter Doreén Starke-Köpping und Sohn Björn Köpping (v. l.) | Foto: Constanze Knappe
    Seit langem ein eingespieltes Team im Familienbetrieb: Jürgen und Ingrid Köpping mit Schwiegertochter Doreén Starke-Köpping und Sohn Björn Köpping (v. l.) | Foto: Constanze Knappe

Um 9 Uhr ist die Arbeit in der Werkstatt des Pretty- und Plameco-Fachbetriebs von Jürgen Köpping in Schönbach in vollem Gange. Türen, die morgens beim Kunden abgeholt wurden, werden geschliffen, das alte Glas entfernt, Schadstellen ausgebessert und eine Beschichtung aufgebracht. Das Dekor dafür wie auch das Glas konnten die Kunden aus einer Vielzahl von Mustern auswählen. Die Arbeit geht den Männern zügig von der Hand. Möglichst am gleichen Nachmittag sollen die Türen beim Kunden schon wieder eingebaut werden. Dort, wo das in den Tagen zuvor bereits geschehen ist, sind andere Tischler zu dieser morgendlichen Stunde dabei, die Rahmen zu erneuern. Auch das heißt: schleifen, spachteln und beschichten. „Aus alt wird neu“, das ist seit 25 Jahren die Devise von Jürgen Köpping. Als Franchisenehmer des Pretty-Renovierungssystems. Seine Mitarbeiter geben Türen, Treppen und Küchen ein neues Gesicht.

Bei einem anderen Kunden bauen derweil Monteure der Schönbacher Firma bereits die Unterkonstruktion für eine Spanndecke ein. Seit 1998 schuf sich der Handwerksmeister ein zweites Standbein - als Franchisenehmer des niederländischen Deckensystems Plameco. Der Begriff bedeutet so viel wie Decken mit ästhetischer Konstruktion. Und mit Ästhetik hat das Ganze tatsächlich eine Menge zu tun. Lack oder Matt in der einfachen Form, sind der Gestaltung darüber hinaus so gut wie keine Grenzen gesetzt. Wolkenbilder oder ein Foto aus dem Karibikurlaub an der Decke sind ebenso möglich wie die Illusion von Herbstlaub auf einem Dachfenster mit Tageslicht. „Jede Decke ist ein Unikat“, erklärt Doreén Starke-Köpping. Sie ist als freundliche Telefonstimme erste Ansprechpartnerin im Unternehmen. „Wer einmal eine Plameco-Decke hat, wird häufig zum Wiederholungstäter“, sagt sie schmunzelnd.

In Wohnräumen, Gaststätten, Büros und anderen Geschäftsräumen zwischen Cottbus und Dresden bauen die Monteure von Jürgen Köpping täglich Plameco-Spanndecken aus Kunststoff unter vorhandene Decken ein. Abhängig von der Größe ist das meist an einem Tag zu schaffen. Bei größerem Aufwand wie dem Einbau von LED-Beleuchtungstechnik kann es aber auch mal etwas länger dauern. Die Tischler verfügen über einen sogenannten E-Schein, also die Berechtigung für diese Elektroarbeiten. „Kunden schätzen am Plameco-System, dass ihre Zimmerdecken endlich gerade und zudem pflegeleicht sind. Sie müssen nie wieder renovieren“, sagt Jürgen Köpping. Aus Erfahrung weiß er, dass eine größere Familienfeier häufig Anlass für derlei Verschönerung der Wohnung ist. Hat sich der Kunde erst einmal entschieden, wird etwa drei Wochen später die neue Decke eingebaut.

Wie andere Existenzgründer der Wendezeit startete Jürgen Köpping 1991 in einer Doppelgarage. Lange hatte der Tischlermeister schon den Wunsch, sich selbstständig zu machen. Doch zu DDR-Zeiten sei das kaum möglich. Seine ersten Mitarbeiter sind heute noch dabei. 1994 wurde das Werkstattgebäude in Schönbach gebaut und im Herbst bezogen. Franchisenehmer zu sein, betrachtet Jürgen Köpping als Glücksfall. Bei Plameco in den Niederlanden werden Mitarbeiter der beteiligten Firmen regelmäßig geschult. Man tauscht Erfahrungen aus, sei markttechnisch auf dem neuesten Stand und auch, was Umweltstandards bei der Anpassung der Kunststoffe angeht. Einem einzelnen Handwerksmeister sei das in dem Maße gar nicht möglich.

Der Fachbetrieb beschäftigt 14 Mitarbeiter. Jürgen Köpping hat die Fäden in der Hand. Seine Frau Ingrid kümmert sich als studierte Ökonomin um die Zahlen. Sohn Björn und dessen Frau Doreén sind Schritt für Schritt hineingewachsen. Dass sie zuvor fünf Jahre in Regensburg lebten, sei für ihre Persönlichkeitsentwicklung wichtig gewesen, findet die Schwiegertochter. Als sich mit steigendem Umsatz die Chance bot, die Firma zu erweitern, kamen die Zwei in die Heimat zurück. Als Berater aus Leidenschaft betreut Björn Köpping seine Kunden. Am 1. Januar 2017 übernehmen er und seine Frau den elterlichen Betrieb. Dann will der jetzige Chef in die zweite Reihe treten. Mit einem beruhigenden Gefühl sei das möglich. „Es ist ja auch für unsere Mitarbeiter wichtig, dass die Firma in der Familie bleibt und weitergeht“, erklärt Jürgen Köpping. Den Schautag am 6. und 7. Januar 2017 wollen die neuen Chefs dann nutzen, um mit ihren Kunden und einem Glas Sekt auf die Geschäftsübernahme anzustoßen. Constanze Knappe

Pretty- und Plameco-Fachbetrieb Jürgen Köpping

Kiefernweg 2 | 01920 Schönteichen OT Schönbach

Tel.: 035797 73661 | Fax: 035797 74000

Koepping-Schoenbach@t-online.de | www.firma-koepping.de