erweiterte Suche
Mittwoch, 18.10.2017

Die Deutschen fühlen sich jünger als sie sind

Man ist so jung wie man sich fühlt - in dieser Hinsicht geht es den Deutschen gut. Die meisten fühlen sich jünger als sie sind, wie eine Studie des Anbieters von Vorsorge- und Finanzlösungen Swiss Life Deutschland belegt. Das gefühlte Alter bleibt nicht ohne Auswirkung auf die Lebensplanung. Viele verschieben die Familiengründung nach hinten, orientieren sich beruflich noch einmal völlig neu. Auch für den Ruhestand planen heute viele ein aktives Leben. Wie passt das mit der finanziellen Vorsorge zusammen? Lesen Sie hier, wie sich das veränderte Lebensgefühl auf die Altersvorsorge auswirkt.

pixabay.com / Alexas_Fotos
pixabay.com / Alexas_Fotos

Das gefühlte Alter

In der repräsentativen Umfrage wird dem Lebensgefühl der Bundesbürger nachgegangen. 61 Prozent der Befragten fühlen sich jünger als sie eigentlich sind. Die Spanne reicht dabei von „ein wenig jünger“, gemeint sind ein bis vier Jahre jünger, bis hin zu Befragten, die sich mehr als zehn Jahre jünger fühlen als sie sind. Über die Hälfte der Befragten, die sich jünger fühlen, führt dies auf ihr Aussehen zurück. 28 Prozent nennen ihre körperliche Fitness als Grund.

25 Prozent der Befragten fühlen sich genauso alt wie sie sind. Älter als sie eigentlich sind fühlen sich immerhin elf Prozent der Deutschen.

Langfristige und individuelle Beratung erforderlich

Die veränderte Einschätzung hat Auswirkungen auf die Lebensphasen. Viele können sich vorstellen, auch mit über 40 Jahren erstmals oder noch einmal Eltern zu werden. Viele streben in der Lebensmitte eine berufliche Neuorientierung an. Insgesamt sagen 52 Prozent derer, die sich jünger fühlen, dass sich manche Lebensphasen nach hinten verschieben. Ein wichtiges Fazit der Studie: Die Lebensentwürfe sind heute flexibler.

Die neue Flexibilität hat zusammen mit der steigenden Lebenserwartung Auswirkungen auf die finanzielle Lebensplanung.

Swiss Life Select 2017 zum „Fairsten Finanzvertrieb“ gekürt

Die gewonnene Lebenszeit mit mehr Arbeit zu füllen oder sich den Lebenstraum einer Weltreise zu erfüllen - Wünsche und Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich. Umso wichtiger ist eine faire Vorsorgeberatung, die sich an den tatsächlichen individuellen Bedürfnissen orientiert. Da sich Pläne bekanntlich ändern können, muss die persönliche Finanzsituation immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden. Nur eine ganzheitliche und langfristige Kundenberatung ist eine faire Beratung. Stichwort Fairness: Swiss Life Select ist jüngst von „Focus-Money“ und dem Analysehaus ServiceValue als „Fairster Finanzvertrieb 2017“ prämiert worden, gefolgt von den Firmen Telis Finanz und Bonnfinanz.

Dass Handlungsbedarf bei der Vorsorge besteht, belegt der Deutschland-Report der AXA-Versicherung. Die Umfrage vom Februar 2017 zeichnet ein eher pessimistisches Bild der tatsächlichen Vorsorge. 61 Prozent der Befragten sehen sich demnach fürs Alter nicht ausreichend abgesichert. Die Renten aus der gesetzlichen Rentenversicherung empfinden 70 Prozent der Deutschen zudem als nicht angemessen im Vergleich zu den Einzahlungen.

Herausforderung private Vorsorge

Private Vorsorge, so heißt es immer, ist ein Muss - doch sie wird durch die niedrigen Zinsen erschwert. Ob eine private Vorsorge überhaupt noch sinnvoll ist, das fragen sich denn auch 51 Prozent - deutlich mehr als in den Vorjahren. Auch die tatsächliche Sparleistung sinkt, als Gründe dafür nennen die Umfrageteilnehmer zu geringe Einkommen und Vermögen (57 Prozent) sowie unzureichende staatliche Förderung (21 Prozent). In der Folge gehen 58 Prozent der Befragten davon aus, dass sich ihr Lebensstandard im Alter verschlechtern wird.

Die Befragten aus dem AXA-Report schätzen, dass sie eigentlich mit 25 Jahren mit der privaten Vorsorge beginnen sollten - tatsächlich starten sie durchschnittlich aber erst mit Anfang 30 mit dem Aufbau eines Alterspolsters. Hier kommt nun erneut die Studie ins Spiel: Mit der Verschiebung wichtiger Lebensphasen könnte sich der Startpunkt für die Altersvorsorge noch weiter nach hinten verschieben.