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Montag, 30.11.2015

Die Chancen erkennen und nutzen

Für Unternehmen, die Ausbildungsplätze anbieten, stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Benjamin Stang bereitet ein Fischgericht für die Zubereitung vor. | Foto: RBS
Benjamin Stang bereitet ein Fischgericht für die Zubereitung vor. | Foto: RBS

Benjamin Stang bereitet ein Fischgericht für die Zubereitung vor. Foto: RBS

Immer mehr Unternehmen suchen Auszubildende. Dabei werden junge Menschen mit Behinderungen vielfach nicht in die engere Wahl gezogen. Dabei können sie - als im eigenen Betrieb ausgebildete Fachkräfte und an richtiger Stelle eingesetzt - einen dauerhaften Beitrag leisten, die Zukunftsfähigkeit der Firma zu sichern. Sozialministerin Barbara Klepsch betont in diesem Zusammenhang immer wieder, dass Menschen mit Handicap ein oft nicht erkanntes Mitarbeiterpotenzial sind, welches für die Unternehmen große Chancen bietet.

Soziale Verantwortung übernehmen

Das sieht die Volkssolidarität Service GmbH in Dresden-Gorbitz genauso. „Wir haben in der Vergangenheit in den verschiedensten Abteilungen unseres Hauses schon oft mit Mitarbeitern gearbeitet, die eine wie auch immer gelagerte Einschränkung hatten“, sagt Sophie Prause, Assistentin der Geschäftsleitung. „Außerdem stehen wir seit Langem als Praktikumsbetrieb für das Kolping-Bildungswerk zur Verfügung.“ Daher ist es nur folgerichtig, wenn sich die Volkssolidarität Service GmbH auch auf dem Gebiet der Ausbildung engagiert und damit eine soziale Verantwortung wahrnimmt. So absolviert zur Zeit Benjamin Stang in der Großküche seine praktische Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe. Der 17-Jährige ist im ersten Lehrjahr, und ihm macht die Ausbildung Spaß. „Ich habe schon als kleiner Junge gern in der Küche geholfen, Plätzchen gebacken und mit gekocht“, sagt er. Später möchte er sich zum Koch weiterqualifizieren. Doch jetzt liegen erst einmal noch zwei weitere Jahre bis zum Abschluss als Fachkraft im Gastgewerbe vor ihm. „Dieser Beruf ist sehr vielseitig, denn die jungen Leute werden in den Bereichen Küche, Service und Reinigung ausgebildet“, sagt Küchenleiter Michael Wolf. „Danach ist man flexibel einsetzbar, vom Restaurant mit gutbürgerlicher Küche bis hin zur Großgastronomie. Rund 1 400 Portionen warmes Essen verlassen täglich die Küche von Michael Wolf. Hinzu kommen Salatteller, Partyservice und andere Cateringaufgaben - jede Menge Arbeit für das 35-köpfige Team. „Bei uns ist jeder Kollege wichtig. Fehlt einer, läuft das Rad nicht rund“, sagt der Küchenleiter. Benjamin Stang trägt seinen Teil dazu bei, dass eben doch alles glatt läuft. „Er hat sich schnell bei uns eingearbeitet und macht einen guten Job“, so der Chef. Wenn Benjamin Stang im Sommer das zweite Lehrjahr beginnt, startet ein weiterer Azubi in der Großküche seine Ausbildung.

Dabei werden Unternehmen nicht alleine gelassen, wenn es darum geht, junge Menschen mit Behinderungen in die betriebliche Ausbildung zu integrieren. Die Agenturen für Arbeit und das Integrationsamt stehen beratend zur Seite.

Weitere Infos:

Allianz Arbeit + Behinderung: http://www.soziales.sachsen.de/arbeit-plus-behinderung.html

Das Dienstleistungsnetzwerk support - der Zusammenschluss aller relevanten Leistungsträger - steht Ihnen zu allen Fragen in Verbindung mit der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen zur Verfügung. Kostenfrei, unbürokratisch und in ganz Sachsen! Vereinbaren Sie einen persönlichen Gesprächstermin. support - kompetenter Ansprechpartner für Ihr Unternehmen

http://support-fuer-kmu.de/