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Montag, 07.11.2016

Deutsche Qualitätsware von Karl Kolb im Irak

Labortechnik aus der Rhein-Main-Region an der Universität Babylon

Foto: (Hilla / Irak) David Mark / USA
Foto: (Hilla / Irak) David Mark / USA

Die Stadt Hilla liegt im Irak, rund 100 Kilometer südlich der Hauptstadt Bagdad. Nach vielen Jahren der Vernachlässigung kämpft die Provinzhauptstadt um den Wiederaufbau. Das Trinkwasser ist vielerorts noch immer nicht trinkbar, das Geld in der Bevölkerung knapp und im Alltag spielen Anschläge immer noch eine Rolle. Der Weg in die Normalität scheint noch weit. An Hochschulen wächst jedoch schon heute eine Generation mit Hoffnung auf eine bessere Zukunft heran. Die Universität Babylon geht als Positivbeispiel voran und investiert in modernste Ausrüstung. Das hessische Unternehmen Karl Kolb versorgt Kliniken im Nahen Osten mit Labortechnik.

Hilla - Hauptsitz der Universität Babylon

Während der britischen und osmanischen Herrschaft stellte das rund 290.000 Einwohner große Hilla eine bedeutsame Verwaltungsstadt dar. Viele historische Bauwerke und Sehenswürdigkeiten sind bis heute erhalten, wodurch die Stadt bis heute kaum an Attraktivität verloren hat. Nachdem die Stadt im Ersten Weltkrieg sowie im Irakkrieg unter blutigen Kämpfen litt, ist die Bevölkerung bis heute jedoch regelmäßiges Ziel von Selbstmordattentätern. Erst im März 2016 kam es durch eine Autobombe zu einer Explosion, die 60 Menschen das Leben kostete. Zahlreiche weitere Personen wurden verletzt.

Um den Anschluss an die westliche Welt nicht gänzlich zu verlieren, gilt es, den vielversprechenden Bildungssektor auszubauen, um Impulse für eine friedliche Zukunft zu setzen. Die renommierte Universität Babylon mit Hauptsitz in Hilla hat ambitionierte Ziele. Sie befindet sich in der Provinz Babylon und nennt insgesamt 19 Fachbereiche und einige wissenschaftliche Beratungsstellen ihr Eigen. Seit ihrer Gründung im Jahre 1991 besuchen mittlerweile rund 23.000 Studenten die Institution in Abend- und Morgenstudien. Neben Studenten aus Babylon, die einen Großteil der Absolventen ausmachen, nutzen auch Lernwillige aus Kufa, Najaf, Bagdad, Karbala und Diwaniyah das lehrreiche Angebot. Der Universität ist es gelungen, seit der Gründung einen hervorragenden Bildungs- und Forschungsstandard zu erzielen. Um einen Platz auf der anerkannten Weltrangliste für Universitäten zu erreichen, ist die Einrichtung bestrebt, die Bildungsqualität nach globalen Kriterien zu optimieren. Quacquarelli Symonds, ein britisches Rating-Unternehmen mit Spezialisierung auf Bildung im Ausland, verlieh der Universität das internationale Anerkennungszertifikat für seine Exzellenz.

Bei der Klassifizierung des Bildungsprozesses sowie der Kommunikationsauswertung zwischen Universität und Studenten trägt die Hochschule fünf Sterne. Mit vier Sternen ist die Institution im Bereich Infrastruktur und Räumlichkeiten bewertet. Die bestehende Reputation soll mit der Expertise des hessischen Unternehmens Karl Kolb GmbH & Co. KG nun auf die nächste Stufe gehoben werden.

Eröffnung der Klinik für operative Zahnmedizin

Unter den 19 Fachbereichen der Universität übernimmt der Fachbereich für Zahnheilkunde eine wichtige Aufgabe, um die zahnmedizinische Versorgung künftig zu verbessern. Seit der Gründung 2003 sind die Lehrkräfte bestrebt, gut qualifizierte Zahnärzte auszubilden, um die allgemeinen medizinischen Leistungen der Gesellschaft auf ein höheres Niveau anzuheben. Die Hochschulabsolventen können dank der Ausbildung durch hochqualifizierte Zahnärzte und dank hochmoderner Labore mit exklusivem Fachwissen in Gesundheits- und Bildungseinrichtungen einsteigen.

Zwischen 2014 und 2015 wurde die Hochschule modernisiert und zeichnet sich seit Abschluss des Bauvorhabens durch leistungsstarke Geräte, Räumlichkeiten mit elektronischen Tafeln, komfortablem Mobiliar und hervorragende zahnmedizinische Instrumente aus. Unterstützt vom Hochschulministerium, öffnete das Kollegium des Fachbereichs für Zahnheilkunde der Universität Babylon im Februar 2015 die Türen zu einer neuen Klinik für operative Zahnheilkunde, welche mit Laborgeräten der Karl Kolb GmbH & Co. KG ausgestattet wurde. Der Universitätspräsident Dr. Adil Albaghdadi sowie der Dekan der Klinik für Zahlheilkunde Dr. Mehdi Jakob hießen prominente Gäste willkommen, um diesen Meilenstein der Modernisierung der irakischen zahnmedizinischen Versorgung und Ausbildung zu feiern und Impulse für einen attraktiven Bildungsstandort zu setzen. Unter den Gästen befanden sich auch der stellvertretende Hochschulminister Dr. Duad Qassim, Hanan Al-Fatlawi als Mitglied des Parlaments sowie der Gouverneur von Babylon, Sadiq Madlool und der Leiter des Gouverneursrats, Raad Hamza Al-Alwan. Die Klinik wurde mit neuen zahnärztlichen Stühlen sowie Diagnosegeräten ausgerüstet, wie z.B. einem High-End-Panorama-Röntgensystem.

Know-how aus Deutschland für den Fortschritt

Lieferant der Einrichtung für die neue Klinik für Zahnmedizin war das hessische Unternehmen Karl Kolb GmbH & Co. KG. Der international aktive Spezialist für hochmoderne Labortechnologie stellte die Gerätschaften einerseits zur Verfügung und war gleichzeitig verantwortlich für die Einweisung des Fachpersonals vor Ort. Das deutsche Traditionsunternehmen ist seit der Gründung 1948 auf die Ausstattung ausländischer Labore, Krankenhäuser und Bildungsinstitutionen spezialisiert. Über sein Produkt- und Dienstleistungsangebot will das Unternehmen wissenschaftliche Infrastrukturen für den Fortschritt im Ausland bereitstellen. Besonders gut vernetzt ist Karl Kolb im Nahen Osten. In zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen von Bagdad über Babylon bis hin zur ägyptischen Ferienstadt El Gouna arbeiten Studenten, Wissenschaftler und Lehrkräfte mit dem Material aus der Rhein-Main-Region. Neben über 40.000 Objekten gehören After-Sales-Dienstleistungen wie Wartung und Schulungen zum Portfolio. Das Leistungsspektrum wurde vom TÜV SÜD zertifiziert. Der hohe Qualitätsstandard, der durch strenge Kriterien und Normen vom deutschen Hersteller gewährleistet werden kann, wird in Regionen wie Babylon geschätzt, um die Bildungsstrukturen zu verbessern. Die Positionierung als Entwicklungshelfer mit entsprechendem Know-how und die Förderung wissenschaftlicher Dialoge zwischen den Ländern gilt als eines der höchsten Ziele des Unternehmens.