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Mittwoch, 27.09.2017

Der Wald als Biotonne

An der Anton-Günther-Straße in Leisnig entsteht unweit des Stellplatzes für die Container eine Deponie. Die ist aber illegal.

In der Nähe des Containerstellplatzes an der Anton-Günther-Straße in Leisnig sind Gartenabfälle illegal entsorgt worden.
In der Nähe des Containerstellplatzes an der Anton-Günther-Straße in Leisnig sind Gartenabfälle illegal entsorgt worden.

© André Braun

Leisnig/Roßwein. Die Anton-Günther-Straße ist eher ein ruhiges Sträßchen. Dorthin verirrt sich wohl kaum ein Fremder. Der Eichbergwald liegt gleich nebenan. Doch gerade diese Abgeschiedenheit nutzen einige aus: Unweit des Containerstellplatzes werden seit einiger Zeit Gartenabfälle illegal entsorgt.

„Bei einer Baumwanderung haben wir die wilde Deponie entdeckt“, sagt Uwe Reichel, der als sachverständiger Bürger im Technischen Ausschuss mitarbeitet. Er sieht vor allem die Gefahr für die Natur. „Der Wald wird kleiner, die Bäume gehen ein. Der Zugang zum Wald ist kaum möglich“, so Reichel. Wenn weitere Abfälle dort abgekippt würden, gehe der Wald Stück für Stück kaputt.

Das Problem ist der Stadtverwaltung bekannt. Es kommt auch nicht zum ersten Mal vor. „Vor fünf Jahren haben wir ein Schreiben an die Anwohner geschickt, in dem auch um Hinweise auf die Verursacher gebeten wurde. Jedoch hat sich keiner gemeldet“, sagt Leisnigs Bauamtsleiter Thomas Schröder. Es gebe keine Hinweise, ob die Abfälle von Anwohnern oder Leuten von außerhalb abgelagert werden.

Ähnliche Probleme sind in diesem Sommer in einigen Roßweiner Ortsteilen zur Sprache gekommen. So ging es bei Ortsbegehungen und in Ortschaftsratssitzungen etwa darum, dass in Littdorf, Otzdorf und Niederstriegis immer wieder Gartenabfälle und Grasmahd illegal entsorgt werden. Dort kam hinzu, dass die Gefahr bestand, dass die Abfälle in Bäche und Straßeneinläufe gespült werden und Verstopfungen verursachen könnten. (DA/fk mit sol)