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Was soll das?

Der Schein trügt nicht

Seit Dienstag ist der neue Zehn-Euro-Schein in Umlauf. Unser Kolumnist Thomas Bärsch hofft nun auf eine längere Haltbarkeit.

26.09.2014
Von Thomas Bärsch

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Die neue 10-Euro-Banknote ist seit dem 23. September zu haben.

© dpa

Mit dem Zehn-Euro-Schein hat die Europäische Zentralbank in dieser Woche eine weitere Banknote unserer beliebten Einheitswährung erneuert. Der neue Geldschein soll viel haltbarer und fälschungssicherer sein als sein Vorgänger. Das begrüßen wir, denn längst ist offensichtlich, dass mit unserem Geld etwas nicht stimmt.

Auffällig ist seine rasant sinkende Haltbarkeit. Dauerte es vor zehn Jahren noch zwei Minuten, bis 50 Euro an der Zapfsäule verbraucht waren, so ist heute nach dreißig Sekunden Schluss. Auch haben die meisten Leute noch immer nicht begriffen, dass Geld nur dann effizient für sie arbeitet, wenn sie selbst nicht dafür gearbeitet haben.

Noch ist nicht bekannt, welche Sicherheitsvorrichtungen die Zentralbank in die Geldscheine einbauen will. Gemunkelt wird über eine Ausgabensperre und eine Schuldenbremse. Als besonders Erfolg versprechend gilt ein Modellversuch der Deutschen Bahn: Ist eine Fahrkarte viel zu teuer, spuckt der Automat den Schein einfach wieder aus und bewahrt so die Reisenden vor dem Schlimmsten.