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Montag, 10.10.2011

Der "Nischel" ist doch nicht der Größte

Einsamer Geburtstag des (fast) Größten: Der Nischel hat gestern seinen 40. Ehrentag begangen - allein, aber mit einem kleinen Eklat. Denn Konkurrent Lenin läuft ihm den Rang ab. Chemnitz hat nämlich nicht den Größten - was für ein Schädeltrauma ...

Im Herbst 1971 versammelten sich 250.000 Menschen - mehr als heute in Chemnitz leben - zur feierlichen Enthüllung der großen Büste, vier Jahrzehnte später muss sich unser Nischel durch den gleichaltrigen Lenin-Kopf im russischen Ulan Ude geschlagen geben. Mit 7,70 Meter Höhe und 42 Tonnen ist dieser nämlich 60 Zentimeter größer als der Marx-Kopf und zwei Tonnen schwerer.

Im Wettstreit der größten Köpfe sozialistischer Vordenker liegt Lenin also eine Nase vorn, nicht wie angenommen Marx. Chemnitz hat damit einen Superlativ weniger. Ein Stadtsprecher trotzig: „Wir gehen aber davon aus, dass der Marx-Kopf die am meisten fotografierte Porträtbüste ist.“ Gefeiert wurde trotzdem nicht. Der Koloss bekommt aber den Sockel saniert (95.000 Euro). 1971 hat er 600.000 Mark gekostet, fast die Hälfte davon kam von den Werktätigen des Bezirks. (cka)