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Dienstag, 25.07.2017

Der Nesensche Lutherpokal ist in Zittau zurück

Neben dem Epitaphienschatz ist der Pokal ein weiteres Ausstellungshighlight.

Von Mario Heinke

Der Nesen-Pokal ist zurück.
Der Nesen-Pokal ist zurück.

© Thomas Eichler

Zittau. Das Trinkgefäß des Reformators Martin Luther ist eine Leihgabe aus dem Grünen Gewölbe für die Dauer der Sonderausstellung „Ganz anders. Die Reformation in der Oberlausitz“. Zwei Mitarbeiter von DB Schenker Kunstlogistik lieferten den Pokal heute Vormittag in einer klimatisierten Kiste an. Der mitgereiste Restaurator platzierte das kunstvoll verzierte Gefäß in einer Spezialvitrine im Kirchenschiff der restaurierten Zittauer Franziskanerklosterkirche St. Peter und Paul.

Wilhelm Nesen traf Martin Luther 1521 in Frankfurt und folgte ihm nach Wittenberg. Luther schenkte seinem Freund den Trinkbecher aus Kristall, der damals schon 200 Jahre alt war. Professor Nesen ließ ihn umarbeiten. 260 Jahre blieb der Pokal bei der Familie in Zittau und wurde weitervererbt, bis die Witwe von Christian Friedrich Nesen das Erbstück 1793 an die „kurfürstlichen Kunstkammer“, dem heutigen Grünen Gewölbe in Dresden, übergab.