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Freitag, 27.04.2018

Der Beginn der englischen Wochen

Nach den Spielausfällen im Winter: Manche Teams bekommen in den nächsten Wochen viel Spielpraxis.

Von Dirk Westphal

Philipp Lorenz und der BC Hartha werden in Tresenwald auf Herz und Nieren geprüft.
Philipp Lorenz und der BC Hartha werden in Tresenwald auf Herz und Nieren geprüft.

© Dirk Westphal

Der Frühling hat Einzug gehalten, die Sportplätze sind bespielbar und das wird auch genutzt. So müssen einige Teams der verschiedenen Spielklassen am Wochenende und bereits am 1. Mai wieder ran. Am härtesten hat es allerdings in dieser Woche den Roßweiner SV getroffen, der nach dem Nachholspiel am Mittwoch mit Partien am Sonnabend und Dienstag sogar eine sogenannte englische Woche absolviert. Dem werden in den kommenden Wochen in Kreisoberliga und Kreisliga A weitere folgen.

Landesklasse vorm Auflaufen
Nachdem die Fußballer des Döbelner SC (11./26) vergangene Woche mit dem allerletzten Aufgebot nach Delitzsch (12./20) reisten und in Nordsachsen nicht unerwartet eine 0:3-Niederlage einstecken mussten, haben sich die Reihen in dieser Woche wieder etwas gefüllt. So kehren nicht nur Toni Bunzel und Sebastian Heyna, allerdings mit verletzungsbedingten Fragezeichen, nach ihren Sperren in den Kader zurück, sondern auch David Banachowicz. Allerdings ist auch David Gerold angeschlagen und weiter fehlen Chris Liebmann und René Böttcher.

So sieht Spielertrainer Toni Bunzel, der den im Urlaub befindlichen Uli Löser vertritt, vor dem Spiel eine klare Rollenverteilung. „Taucha ist haushoher Favorit. Diese Truppe hat erst neun Gegentore hinnehmen müssen und so muss für uns alles optimal laufen, damit wir punkten“, sagte der Routinier und weiter: „Wir müssen an die Grenze gehen und darüber hinaus, um eine Chance zu haben.“

Landesklasse Frauen
Nach der 2:3-Heimniederlage der SpG ESV Lok Döbeln/BC Hartha (2./37) vergangene Woche gegen den Bornaer SV (3./36) wird es für die Schützlinge von Thomas Jäschke im Kampf um die Vizemeisterschaft noch einmal eng. Der Vorsprung auf Borna ist auf einen Zähler geschrumpft und so muss am Wochenende beim Viertplatzierten, SpG BSV Schönau/Eintracht Süd II (4./32) ein voller Erfolg her, um Platz zwei zu verteidigen. Das wird schwer genug, da mit Kapitän Susann Grandke die Torjägerin der Spielgemeinschaft weiter nicht zur Verfügung steht.

Kreisoberliga
Im zweiten von drei Spielen innerhalb von sieben Tagen hat Spitzenreiter Roßweiner SV (1./38) den Zehnten, TSV Großsteinberg (10./16), zu Gast. Ein Blick auf die Tabellenkonstellation macht dabei die Favoritenrolle klar. Doch wer das Ziel Meisterschaft hat, muss solche Begegnungen erfolgreich gestalten. „Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung. Dementsprechend werden wir die Partie angehen“, sagte RSV-Trainer Gerd Hentzschel. Fehlen werden ihm bei diesem Vorhaben David Renner, Stanley Steenbeck und Wim Burhardt.

Schützenhilfe im Kampf um die Meisterschaft könnten die Muldenstädter ausgerechnet von einem Lokalrivalen bekommen. Die Kicker des SV Ostrau 90 (5./33) sind beim größten Roßweiner Kontrahenten, dem BSV Einheit Frohburg (2./36), zu Gast. Dieser Gegner ist einer der spielerisch stärksten in der Liga und dementsprechend schwer wird es für die Jahnataler, zu punkten. Allerdings sind die Schützlinge von Mathias Donath und André Wittig an einem guten Tag selbst in der Lage, jeden Kontrahenten in Bedrängnis zu bringen. Und im Kampf um einen Podestplatz würden ihnen ein Punktgewinn nicht schlecht zu Gesicht stehen. „Es sieht personell schlecht aus. Wir sind 14 Mann, aber es fehlen einige Stammkräfte. So werden wir defensiver spielen und schauen, was rauskommt“, sagte André Wittig.

Aufgrund der Tatsache, dass sie auf den 14. Tabellenplatz zurückgefallen sind und ihnen der Falkenhainer SV (14./11) im Nacken hängt, benötigten auch die Fußballer des BC Hartha (13./14) dringend Zähler. Positiv an der derzeitigen Tabellenkonstellation ist, dass die Schützlinge von Trainer Benjamin Bamburski erst 17 Spiele absolviert haben. Negativ an diesem Spieltag dagegen, dass sie zum SV Tresenwald Machern (3./36) reisen. Der ist einer der Titelanwärter und so wird für die Mittelsachsen kaum etwas zu holen sein. „Ein sehr schweres Spiel, zumal wir wenig Personal zur Verfügung haben“, sagte Bamburski und fügte an: „Keine gute Voraussetzungen für die folgenden drei englischen Wochen.“

Kreisliga A Süd
Zwei ganz spannende Spiele liegen vor dem VfB Leisnig (2./28). Der Titelaspirant empfängt am Sonnabend den Tabellenführer SG Zschaitz/Ostrau II (1./29) und am Dienstag den Tabellenvierten ESV Lok Döbeln (4./18). Schritt für Schritt dürfte entsprechend die Herangehensweise der Bergstädter sein. Dabei wäre ein Sieg gegen die Jahnataler ein großer und zwei Siege aus zwei Spielen ein ganz großer in Richtung Meisterschaft.

Beim SV Medizin Hochweitzschen (6./16) läuft es nach wie vor nicht rund. Dennoch sollte in heimischen Gefilden gegen den Hohnstädter SV (7./16) ein Sieg gelingen, zumal dieser Gegner ein Tabellennachbar ist. Mit der Partie ESV Lok Döbeln (4./18) gegen den SV Medizin Zschadraß (3./23) steht ein wichtiges Spiel im Kampf um Platz drei im Punktspielprogramm. Der Gastgeber präsentierte sich 2018 insbesondere zu Hause als Macht und wird das auch gegen den direkten Konkurrenten unter Beweis stellen wollen.

Die SG Blau-Weiß Altenhain (8./8) hat den SV 29 Gleisberg (5./17) zu Gast. Nach den Ergebnissen der vergangenen Spiele würde ein knapper Ausgang nicht überraschen. Knapp wird es auch im Kellerduell FSV Dürrweitzschen (9./7) gegen den SV Aufbau Waldheim (10./5) zugehen. Zuletzt überraschten die Zschopaustädter mit einem Punktgewinn in Westewitz. Daran werden sie auch im Obstland anknüpfen wollen, zumal die Tatsache, mit einem Sieg am Kontrahenten vorbeiziehen zu können, zusätzlich motivieren sollte.

Kreisliga B Süd Meisterrunde
Zum Auftakt der Meisterrunde treffen mit dem Roßweiner SV II (4./26) und dem SV Medizin Hochweitzschen II (2./36) zwei Teams aufeinander, die in der Vorrunde recht ordentlich abgeschnitten haben. In einem spannenden Spiel wird die bessere Tagesform entscheiden.

Kreisliga B Süd Platzierungsrunde
Dem SV Traktor Mochau (1./21) war vor der Saison mehr zugetraut worden. Nun will sich die Mannschaft nach dem Verpassen der Meisterrunde zumindest in den Platzierungsspielen schadlos halten. Gegen Schlusslicht Großbardau (5./12) sollte das zu Hause gelingen.