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Sonntag, 17.09.2017

„Der Aufstieg ist drin“

Torsten Dathe hat im Tischtennis viel erlebt. Jetzt greift er in der 2. Bezirksliga noch mal neu an.

Torsten Dathe, nach dem freiwilligen Rückzug aus der Landesliga hat der Döbelner SV in der 2. Bezirksliga mit drei Siegen einen erfolgreichen Neustart geschafft. Wie sehen die Ambitionen Ihrer Mannschaft aus?

Der Saisonstart mit 6:0 Punkten ist ziemlich vielversprechend. Ich hoffe, meine Mannschaft kann diese Siegesserie fortsetzen und am Ende auf den ersten drei Plätzen einkommen.

Sie haben von 2. Bundesliga bis runter in den Kreismaßstab alles gespielt, und auch als Mannschaftsleiter fungiert. Wie motivieren Sie sich immer wieder für so eine Aufgabe, die oft auch einen Neuanfang bedeutete?

Man wird ja nicht jünger und demzufolge kann man auch nicht mehr in den Ligen spielen, wo man gern möchte. Die Motivation für mich ist es, auch den anderen Mitspielern die Möglichkeit zu bieten, irgendwann noch einmal höherklassig zu spielen. Ich mache es aber für meinen Vater Jörg, der mir es ermöglicht hat, überhaupt in diesen Ligen zu spielen. Ich könnte auch weggehen und noch Ober- oder Regionalliga spielen, aber ich bleibe hier, damit es weitergeht. Und wenn die anderen Spieler sagen, es fetzt mit dem Kurzen, zusammenzuspielen, dann ist doch alles gut.

Ihre Mannschaft ist, wie gesagt, erfolgreich gestartet. Wo sehen Sie die Perspektive in den kommenden Jahren?

Aufgrund dessen, dass in meiner Mannschaft die Hälfte der Spieler über 50 und älter ist, wird es wohl mit dieser Truppe, wenn überhaupt, nicht über die 1. Bezirksliga hinausgehen. Diese Spielklasse ist sicher erreichbar, schon diese Saison. Es kommen zwar noch ein paar Mannschaften, gegen die wir uns strecken müssen, aber der Aufstieg ist drin.

Döbeln hat sich in den vergangenen 28 Jahren einen tollen Ruf in Ihrem Sport erarbeitet, da muss doch aber noch etwas kommen?

Meine Meinung ist es, dass das Erreichen der 2. Bundesliga durch die Fusion mit dem Ileburger TTC der Höhepunkt war. Wie es weitergeht, wenn meine Eltern aufhören, ist fraglich. Ich würde mir es jedenfalls wünschen, dass es weitergeht.

Die ganz großen sportlichen Erfolge sind also Geschichte?

Das auf jeden Fall. Was die Zukunft bringt, kann man aber nicht sagen.

Es fragte: Dirk Westphal