erweiterte Suche
Freitag, 25.11.2016 15:00 Uhr

Den Abschied in Würde gestalten

Kurz vor 15 Uhr sind die 70 Stühle bis auf den letzten Platz besetzt. Verwandte, Freunde und Bekannte haben sich in der Feierhalle des Bestattungsunternehmens Schröter auf der Bautzener Wallstraße eingefunden, um von einer Verstorbenen Abschied zu nehmen. Vor der Halle wurden sie von Mitarbeitern des Hauses empfangen, die auch die Kondolenzschreiben entgegennahmen. Auch jetzt kommen noch Trauergäste, die im seitlichen Bereich der Halle die Feier verfolgen möchten. Dass sie stehen, stört sie nicht. Ihnen ist es wichtig, dabei zu sein. Mit der einsetzenden Musik verstummt in den Stuhlreihen das leise Gemurmel. Klaviermusik ist zu hören, ein Lieblingsstück der Toten.

Die schlichte Eleganz der Feierhalle gibt dem Anlass einen würdigen Rahmen. Lieblingsblumen der Verstorbenen in pastellfarbenem Apricot schmücken das Pult. Ein vom Bestattungsunternehmen vermittelter Trauerredner führt den Trauergästen noch einmal die wichtigsten und schönsten Augenblicke im Leben der Toten vor Augen. Etwa eine halbe Stunde dauert die Feier. Zuvor nahmen auf Wunsch der Familie die engsten Verwandten am offenen Sarg Abschied. So es von den Angehörigen nicht eingeschränkt wird, könnten das Freunde und Bekannte ebenso. Für den letzten Abschied werden die Toten schön zurechtgemacht. Von der Aufbahrung bleibt den Hinterbliebenen das Bild eines scheinbar friedlich schlummernden Menschen im Gedächtnis.

Die Trauerfeierhalle auf der Wallstraße wurde 1999 eröffnet. Trauerfeiern sind moderner geworden. Während früher nur klassische Musik infrage kam, richtet sich deren Auswahl inzwischen nach dem Geschmack der oder des Verstorbenen und der Angehörigen. „Die Lieblingslieder geben der Feier einen persönlichen Rahmen. Von Volksmusik über Pop- und Rockmusik bis hin zu Hardrock und gar Heavy Metal ist heute alles erlaubt“, erklärt Dirk Jurschik, Inhaber des Bestattungsunternehmens. Das gelte ebenso für die Einbettung, sagt er. Wurde der Verstorbene früher im guten Zwirn zur letzten Ruhe gebettet, darf es heute sogar eine Motorradkombi sein. Ganz so wie es für diesen Menschen Zeit seines Lebens typisch war und wie er oder sie den Mitmenschen in Erinnerung bleiben soll.

Im vergangenen Jahr beging das Bestattungsunternehmen sein 25-jähriges Bestehen. Brigitte Schröter hatte es am 1. Juli 1990 mit ihrem damaligen Geschäftspartner gegründet. Erfahrungen brachte sie aus fast 20 Jahren bei der Bautzener Stadtgärtnerei mit, wo sie für Bestattungen zuständig war. Mit der Wende wurde die Dienstleistung eines Bestatters allerdings viel umfangreicher und qualitativ hochwertiger. Im ersten Kurs in Ostdeutschland ließ sich Brigitte Schröter berufsbegleitend zur Fachgeprüften Bestatterin weiterbilden. Von einer Messe brachte sie aus dem Westen das erste Bestatterfahrzeug mit nach Bautzen.

Begonnen hat sie mit fünf Mitarbeitern. Nach Ausscheiden des Mitinhabers entwickelte sie den Betrieb zu einem erfolgreichen Unternehmen. 2006 übergab Brigitte Schröter die Geschäfte in die Hände ihres Sohnes Dirk Jurschik. Bis heute füllt ihn die Arbeit aus, Menschen in einer Lebenskrise zu helfen und beizustehen. Der gelernte Maschinenbauer ließ sich seinerzeit in Bremen zum Bürokaufmann im Handwerk mit einem praktischen Ausbildungsteil im Bestattungswesen umschulen und bildete sich danach zum Fachgeprüften Bestatter weiter. Den Lehrberuf Bestatter, wie er seit einigen Jahren zertifiziert ist, gab es da noch nicht.

In dem Unternehmen sind zwölf Mitarbeiter fest angestellt und weitere Aushilfen beschäftigt. Die regelmäßige Weiterbildung zum Beispiel in der hygienischen Versorgung von Verstorbenen oder in der Trauerpsychologie ist selbstverständlich. Während der 25 Jahre des Firmenbestehens hat sich die Bestattungskultur verändert. Klare Trends sind nach den Worten von Dirk Jurschik nicht auszumachen. Jedoch bringen immer mehr Hinterbliebene ihre persönlichen Wünsche ein, auch in die Gestaltung der Trauerfeier. Die Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens Schröter beraten sie einfühlsam und umfassend, um den letzten Weg von Verstorbenen würdevoll zu gestalten. Trauerfeiern gestaltet das Bestattungsunternehmen außerdem in Kirchen, Kapellen oder in der Trauerhalle direkt auf einem Friedhof.

Constanze Knappe

Bestattungsunternehmen Brigitte Schröter GmbH

Erstes privates Bestattungsunternehmen in der Stadt Bautzen.

Hauptgeschäftsstelle Wallstraße 16 | 02625 Bautzen

03591 48550 | 03591 485519

schroeter@bautzen-bestattungen.de

www.schroeter-bestattungen.de

Zweigstellen

In Schirgiswalde 03592 34282

In Cunewalde 035877 898070

Blumenhaus Cunewalde 035877 20568

In Königswartha 035931 20567