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Freitag, 24.04.2015

Demos für und gegen Asylheim

Zum siebten Mal demonstrieren Asylkritiker und -befürworter in Freital. Der Ton wird schärfer.

Von Andrea Schawe

An diesem Freitag finden in Freital zwei Demonstrationen statt. Ab 18 Uhr versammelt sich die „Organisation für Weltoffenheit und Toleranz in Freital und Umgebung“ vor dem ehemaligen Leonardo-Hotel in Döhlen. Bei der Kundgebung rufen die Organisatoren dazu auf, ein Zeichen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung zu setzen. Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen sowie das Freitaler Willkommensbündnis unterstützen diese Initiative. In der vergangenen Woche versammelten sich hier 60 Menschen, um Solidarität mit den Asylbewerbern zu zeigen.

Auch die Bürgerinitiative „Freital steht auf – Nein zum Hotelheim“ kündigte zum siebten Mal eine Demonstration gegen die Unterbringung der Asylbewerber im ehemaligen Leonardo-Hotel und die aus ihrer Sicht verfehlte Asylpolitik an. Diesmal sprechen die Organisatoren allerdings nicht von einem „Spaziergang“. „Wir wollen damit den Ton verschärfen. Spaziergang verharmlost das Ganze“, heißt es auf der Facebook-Seite der Initiative. Die Anhänger treffen sich um 19 Uhr auf dem Platz des Friedens und laufen danach Richtung Potschappler Markt durch die Stadt. In den letzten Wochen kamen immer weniger Menschen zu den Demonstrationen. Am vergangenen Freitag waren es nach Polizeiangaben etwa 200 Teilnehmer, Anfang März noch 1 500. Wegen der Demonstration werden die Burgker und die Dresdner Straße zeitweise gesperrt.