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Donnerstag, 18.08.2011

Demonstranten brachten Minister Ulbig in Bedrängnis

Mit „Ulbig, Ulbig wir sind da - Querulanten Mafia“ wurde der Innenminister gestern gegen 18.30 Uhr vor der Bienertmühle von etwa 50 Demonstranten aus Jena und Dresden begrüßt, die auf Initiative der Jungen Gemeinde-Stadtmitte (Jena) gegen die Durchsuchungen bei Jugendpfarrer Lothar König demonstrierten.

Dresden. „Ulbig stieg aus dem Auto und schaute sich die Transparente an. Einer seiner Bodyguards drückte sofort aggressiv die Leute weg - leider“, so Demonstrant Anton (23), der die nicht angemeldete „Spontandemo“ mitorganisiert hat. Er schloss nicht aus, dass Ulbig eigentlich gesprächsbereit gewesen wäre.

„Der Minister wollte mit den Menschen reden, die aber hatten kein Interesse“, so Ministeriumssprecher Lothar Hofner. „Die haben nur gegrölt, wollten Krawall machen“, beschwerte sich CDU-Politiker Lars Rohwer. Die Situation eskalierte: Es folgte ein kurzes Gerangel, Ulbigs Personenschützer bahnten ihrem Schützling den Weg ins Gebäude und riefen die Polizei. Die Demonstranten stoben auseinander. „Ich bedaure, mit den Menschen nicht ins Gespräch gekommen zu sein“, so Ulbig.

Vielleicht klappt es ein anderes Mal mit dem Gespräch, denn: „Wir machen weiter“, so Anton. „Wir prüfen, ob ein Verstoß gegen das Versammlungsgesetz vorliegt“, so Polizeisprecher Thomas Geithner. (am)