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Freitag, 19.05.2017

De Middlsaxn sind jetzt offizieller RB-Fanclub

RB-Geschäftsführer Ulrich Wolter überbringt die Nachricht persönlich. Die Mitglieder brechen in Jubel aus.

Von Sylvia Jentzsch

Die Mitglieder des RB-Fanclubs De Middelsaxn im Freudentaumel: Der Geschäftsführer von RB Leipzig Ulrich Wolter (rechts) übergibt Mitbegründer Torsten Hamannn die Ernennungsurkunde zum Offiziellen Fanclub (OFC) des RB Leipzig.
Die Mitglieder des RB-Fanclubs De Middelsaxn im Freudentaumel: Der Geschäftsführer von RB Leipzig Ulrich Wolter (rechts) übergibt Mitbegründer Torsten Hamannn die Ernennungsurkunde zum Offiziellen Fanclub (OFC) des RB Leipzig.

© Dietmar Thomas

Hartha. Wenn Männer Tränen in den Augen haben, sich spontan umarmen und in Freudenjubel ausbrechen, kann es eigentlich nur um eine Sache gehen – den Fußball. Der RB-Fanclub De Middlsaxn mit Sitz in Hartha ist vom Geschäftsführer des RB Leipzig Ulrich Wolter zum Offiziellen Fanclub (OFC) ernannt worden.

„Die Männer und Frauen sind mit viel Herz dabei, sie unterstützen unseren Verein und schleppen das Logo bis ans Ende der Welt mit. Sie haben es mehr als verdient“, begründete Ulrich Wolter die Ernennung. Weltweit gibt es 119 RB-Fanclubs. De Middlsaxn sind nun seit Mittwochabend der 37. OFC.

Torsten Hamann, der zu den Mitbegründern des Fanclubs gehört, fehlten die Worte. „Ich könnte ausflippen“, sagte Sören Pauli und umarmte die anderen Fans, zu denen auch Frauen und Kinder gehören. Die Begeisterung war grenzenlos, der Jubel auch.

2012 haben sich die ersten Harthaer für den RB Leipzig interessiert und sind gemeinsam zu Spielen gefahren. 2013 entstand dann die Idee, einen Fanclub zu gründen“, sagte Torsten Hamann. Ein Jahr später setzte er sich mit dem RB-Fanbeauftragten Enrico Hommel in Verbindung und am 13. Juni 2014 wurde die Gründungsurkunde von vier Gründungsmitgliedern unterschrieben. Jetzt hat der Fanclub 24 Mitglieder, darunter eine Frau. Doch die Fans haben auch ihre Fans – meist sind es die Frauen, Freundinnen und Kinder. Und so ist die Runde, wenn sich der Fanclub trifft, immer recht groß und das Miteinander familiär. „Wir sind eher ein Familienfanclub“, so Torsten Hamann. Meist nehmen die Väter ihre Kinder mit zu den Spielen. „Spielt RB in der Red-Bull-Arena, sind De Middlsaxn und ihr Banner immer mit dabei. Bei den Auswärtsspielen sind wir dort, wo es machbar ist“, so Sören Pauli. Der Fanclub hatte 22 Dauerkarten für die Red-Bull-Arena und weil er nun ein OFC ist, kommen die Mitglieder unter anderem auch leichter an Karten heran. Außerdem sind De Middlsaxn eingeladen, Vertreter zur OFC-Veranstaltung am 31. Mai zu schicken. „Unser Ziel war es immer, ein offiziell anerkannter Fanclub zu werden. Dafür muss man besonders aktiv werden. Deshalb haben wir auch jetzt erst den Antrag gestellt“, sagte Sören Pauli.

Besondere Aufmerksamkeit erregen die Fans aus Hartha und Umgebung mit ihrem Banner, das von Sören Pauli entworfen wurde und einen schnaufenden roten Bullen mit Fußball zeigt. Das Banner hängt in der Red-Bull-Arena immer hinter dem Tor des RB Leipzig und ist durch seine Gestaltung und die Größe sehr auffällig – auch bei Fernsehübertragungen.

Die Mitglieder des Fanclubs, die aus Hartha, Waldheim, Döbeln, Frankenberg und Leipzig kommen, treffen sich freitags zum Stammtisch im Clubraum. Den haben sie sich her und eingerichtet. An den Wänden sind das eigene Logo und das des RB Leipzig zu sehen. Doch im Fanclub wird nicht nur über Fußball gefachsimpelt. Es gibt auch Grillabende mit den Familienmitgliedern. Zu sehen waren die vielen Aktivitäten in einem Film, den Sören Pauli zusammengestellt und zur Mitgliederversammlung zeigte. Er ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig und betreut auch die Facebook-Seite, auf der es viele Informationen und vor allem Fotos zu sehen gibt.