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Mittwoch, 19.04.2017

Das neue Neumarkt-Kunstwerk ist da

Auf der Hebebühne ist die Kugel bereits befestigt. Die Feinarbeiten am Kunstwerk werden von einem Gerüst aus erledigt.
Auf der Hebebühne ist die Kugel bereits befestigt. Die Feinarbeiten am Kunstwerk werden von einem Gerüst aus erledigt.

© Andreas Weller

Dresden. Nach der Bus-Kunst kommt das „Denkmal für den permanenten Neuanfang“ auf den Neumarkt. Das ufoartige Gebilde wird künftig vor der Frauenkirche, zwischen Luther und Friedrich August II, zu sehen sein. Am Mittwochgmorgen hat der Aufbau des 60 000-Euro-Projektes begonnen.

Um kurz vor acht Uhr rollte ein Lastwagengespann auf den Platz, beladen mit einer rosafarbenen Hebebühne und einer großen Kugel. Bis kommenden Montag soll aus den Einzelteilen das Kunstwerk zusammengefügt werden, das zwei Jahre lang stehen bleibt. Am Dienstag wird es eingeweiht.

Aufbau des neuen Denkmals in Dresden

Entworfen wurde die Installation von dem Künstlerduo Heike Mutter und Ulrich Genth. Seit Mitte März ist bekannt, dass das Denkmal im Dresdner Zentrum errichtet wird. Zu dem Zeitpunkt hätte die Skulptur des Duos eigentlich schon längst stehen sollen. Allein vier Jahre habe es gedauert, bis alle rechtlichen und sicherheitstechnischen Fragen mit der Stadt geklärt werden konnten. Denn der gehöre schließlich das rund sieben Meter hohe Objekt, so Genth.

Laut Genth besteht das Werk aus Dingen aus dem „kollektiven Gedächtnis der Stadt“. Die Kugel ist eine perforierte Bronzehohlkugel auf einer kleinen Säule - eine Nachbildung aus den Dresdner Kunstsammlungen und ein Bezug auf die Elfenbeindrechselarbeiten des Absolutismus. Darüber schwebt der rechte Arm der Trümmerfrau - ebenfalls eine Nachbildung des Denkmals. Der Arm wird in zufälligen Abständen auf die Kugel schlagen. Außerdem wird ein Arm und ein Schleier zu sehen sein - die Nachbildung von Teilen des Mozartbrunnens.

Beim Aufbau am Mittwochmorgen waren nur einige Bauarbeiter vor Ort. Thomas Gahr, Frank Stein und Thomas Markert hievten die fast eine Tonne schwere Hebebühne vom Tieflader und platzierten sie mit einer Punktlandung in gewünschter Position. Während der Aufbau der statischen Elemente zügig verlief und bereits am Mittwoch komplett erledigt sein soll, dauert es noch ein paar Tage, bis die Technik in dem Denkmal installiert sei, erklärt Genth.

Grund seien die Elemente der Kugel. Diese seien beweglich, erklärte der Künstler. Dass die Technik mindestens zwei Jahre funktioniere, sei eine Herausforderung. Allerdings sind die beiden Mutter und Genth vertraut mit Arbeiten im öffentlichen Raum und wollen das Kunstwerk am kommenden Dienstag gemeinsam der Stadt übergeben.

Der Aufbau wurde weder von Freunden noch Gegnern der Installation begleitet. Erst vor drei Wochen endete am Neumarkt die Ausstellung des Kunstwerks „Monument“ des Deutsch-Syrers Manaf Halbouni. Die im öffentlichen Raum ausgestellte Arbeit erregte vor allem bei der Einweihung Anfang Februar einige Gemüter in der Stadt. (awe/fsc/stb)

Leser-Kommentare

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Insgesamt 49 Kommentare

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  1. B.Rettschneider

    Wunderschön. Nur die hässliche Kiche im Hintergrund stört.

  2. Ohnesinn

    was soll man eigentlich noch für Kommentare schreiben? Nach schrott Busen jetzt eine pinke Hebebühne mit Kugel. Es ist schlimm das unsere wunderschöne Stadt, immer wieder verschandelt und wahrscheinlich wieder mal in die überegionalen Schlagzeilen kommt. Nach doppelten Geländern auf Brücken, Schrottbusen vor der Frauenkirche und jetzt diese Kunst. Passt ja super zusammen mit der Frauenkirche. Warum hat man es nicht direkt vorm Landtag oder Rathaus aufgebaut? Einfach nur kopfschütteln. Aber die Touristen haben wieder was zum lachen. Ganz große Klasse.

  3. Rolf Heine

    Das Establishment weiß nicht mehr wohin sonst mit dem vielen Geld.

  4. Armes Dresden

    Verkommt der Neumarkt jetzt zum Schrottplatz?? Erst die Häusle-Bauer, die sich hartnäckig weigern, sich an elementare Gestaltungsempfehlungen zu halten und jetzt diese "Kunst".

  5. sbdk

    Waaaas ? 2 Jahre soll das bleiben ? Was ist das eigentlich und was kostet das wieder ? Moderne Kunst ? In den 80ern galten Gorbitz und Prohlis als Wohngebiete der "Moderne" aber solche "Kunst" wäre dort nicht einmal kurzzeitig zur Einweihung aufgestellt worden (nicht einmal wenns gratis wäre) Wieviele Unterschriften braucht es eigentlich um die städtischen Entscheider zur Vernunft zu bringen ?

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