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Freitag, 25.11.2016 15:00 Uhr

Damit die Freude am Lernen wächst

Von Dagmar Doms-Berger

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Heike Graf, pädagogische Leiterin des Lern- und Sprachzentrums Döbeln. | Foto: Dietmar Thomas
Heike Graf, pädagogische Leiterin des Lern- und Sprachzentrums Döbeln. | Foto: Dietmar Thomas
  • Heike Graf, pädagogische Leiterin des Lern- und Sprachzentrums Döbeln. | Foto: Dietmar Thomas
    Heike Graf, pädagogische Leiterin des Lern- und Sprachzentrums Döbeln. | Foto: Dietmar Thomas

Die Dienstagnachmittage widmet Patrick der Mathematik. Nicht unbedingt aus Spaß. Der Umgang mit Zahlen bereitet ihm Probleme. Damit sich ihm die Welt der Zahlen erschließt, geht der Viertklässler einmal in der Woche in das Lern- und Sprachzentrum (LSZ) Döbeln. Als seine Mutter merkte, dass ihr Sohn in der zweiten Klasse Schwierigkeiten in Mathe, bei der Rechtschreibung und im Lesen hatte, war ihr klar, dass sie handeln musste. Also suchte sie für ihn nach einer Hilfe. Eine Bekannte erzählte ihr vom Lern- und Sprachzentrum Döbeln.

„Wenn sich Schwierigkeiten beim Lernen mit schulischer oder häuslicher Förderarbeit nicht bewältigen lassen, sollte die Hilfe erfahrener Pädagogen hinzugezogen werden“, sagt Heike Graf, pädagogische Leiterin des LSZ Döbeln. „Die Verlängerung der häuslichen Übungszeit bringt nicht den ersehnten Erfolg.“ Kinder mit einer Lernschwäche brauchen eine Anleitung, wie sie den Stoff lernen können. Im Lern- und Sprachzentrum geht es nicht darum, die Hausaufgaben zu erledigen. Vielmehr sollten die richtigen Übungen gewählt werden, angeleitet durch Fachleute, die das Kind gezielt fördern. Dann gewinnt es wieder Selbstvertrauen und Freude am Lernen. Für manche Lernschwächen gibt es konkrete Hinweise. Bei Kindern, die in Klasse 2 noch die Finger zum Zählen verwenden, also noch nicht rechnen können, sind Probleme programmiert, so Graf.

Im Lern- und Sprachzentrum Döbeln lernen Schüler mit Teilleistungsstörungen (LRS, Dyskalkulie, Fremdsprachenlegasthenie) oder einer allgemeinen Lernschwäche. Außerdem nehmen Schüler der 1. bis 12. Klasse zur Leistungsverbesserung an verschiedenen Kursen der Hauptfächer teil.

Der Schwerpunkt der Arbeit des LSZ liegt in einer individuellen Diagnose der Lernschwierigkeiten, der Elternberatung und Erstellung von individuellen Förderprogrammen für Kinder und Jugendliche. „Bei Bedarf arbeiten wir zusätzlich mit den Lehrern, Ärzten oder Therapeuten zusammen“, so Graf.

Seit 15 Jahren ist das Lerninstitut Ansprechpartner für Schüler und Eltern, zunächst unter dem Namen Lehrinstitut für Orthographie und Schreibtechnik (LOS), seit 2004 als Lern- und Sprachzentrum Döbeln. „Sobald sich erste Schwierigkeiten erkennen lassen, sollten sich die Eltern mit ihrem Kind bei uns vorstellen“, so Heike Graf. In den Anfangsjahren sei dies für viele Eltern ungewohnt gewesen. Viele waren der Meinung, dass die Schule für die Wissenslücken ihrer Kinder verantwortlich sei. Heute ist die Nachfrage nach Lernförderung und individueller Betreuung groß.

Im Lern- und Sprachzentrum stehen Kindern und Jugendlichen ausgebildete Pädagogen sowie Lehramtsstudenten zur Seite. Insgesamt zehn Dozenten unterrichten nach einem einheitlichen Konzept. Neue Mitstreiter sind als Honorarkraft im LSZ willkommen. Die Gründerin und leitende Pädagogin des Zentrums Heike Graf studierte selbst Sonderpädagogik und arbeitet darüber hinaus als Lehrerin an einer Förderschule. Ihre Praxiserfahrungen aus dem Schulalltag sind oftmals hilfreich für die Kinder, die das Lern- und Sprachzentrum besuchen.

Der Unterricht wird montags bis freitags zwischen 12.30 Uhr und 18.30 Uhr sowie an den Sonnabenden zwischen 9 Uhr und 12 Uhr erteilt. Gelernt wird in kleinen Gruppen, zu zweit oder einzeln - abhängig vom Lerntyp. Man lernt am besten, wenn man sich wohlfühlt.

Lern- und Sprachzentrum Döbeln

Obermarkt 11

04720 Döbeln

Telefon 03431 706306