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Dienstag, 26.09.2017

Cunewalde lässt aufhorchen

Cunewalde/Sohland erreicht in Görlitz ein Unentschieden. Am Ende war sogar mehr möglich.

© dpa

Handball-Sachsenliga. Die SG HVO Cunewalde/Sohland beim stimmungsvollen Derby in Görlitz überrascht, dennoch war Trainer Carsten John hin- und hergereissen: „Am Ende weiß man nicht ob man sich freuen oder ärgern soll. Wir waren drauf und dran mehr zu erreichen, hätten aber in den Schlusssekunden auch noch verlieren können.“

Dabei kamen die Oberlausitzer richtig gut in die Begegnung. Nach torreichem Beginn (3:3) übernahm die SG HVO nach fünf Minuten die Führung. „Beim 7:5 aus unserer Sicht, hatten wir die Möglichkeit auf drei Tore auszubauen. Innerhalb weniger Sekunden verspielten wird den Vorsprung aber komplett“, ärgerte sich John. Die Hausherren kamen nun besser in die Begegnung. Letztmalig führten die Oberlausitzer mit 8:7, ehe die Neißestädter den „Turbo“ zündeten. Die Cunewalder hingegen haderten mehr und mehr mit dem Schiedsrichter und konzentrierten sich weniger auf die eigene Leistung. „Ich kann meine Jungs zwar teilweise verstehen, aber wir dürfen uns keine Zeitstrafen wegen Meckern einhandeln. Da muss mehr Disziplin gezeigt werden“, so John. Beim 10:14 für die Görlitzer schien die Partie in die erwartete Richtung zu tendieren. Zum Glück sicherte Neuzugang Michal Naimann praktisch mit der Pausensirene das 11:14 aus Gäste-Sicht. Auch in der Abwehr erwies er sich als Fels in der Brandung.

Im zweiten Abschnitt hielten die Neißestädter die Führung zunächst bei drei Toren, ehe die SG HVO erstmals beim 18:19 wieder den Anschluss schaffte. Cunewalde zeigte wie zuletzt eine starke Leistung in der Abwehr und auch Alexander Anys hielt im zweiten Abschnitt wichtige Bälle. Beim 20:20 „explodierte“ der Gästeblock, der nun fast für eine Heimspiel-Atmosphäre sorgte. „Ich muss ehrlich sagen, dass das ein tolles Erlebnis war. So laut habe ich unsere Anhänger selten erlebt. Sie waren einfach der Wahnsinn. Man merkt, dass sie sich mit diesem Team identifizieren und das unsere Truppe ihre Fans mitreist“, freute sich Carsten John.

Nervenaufreibende Schlussphase

Die Cunewalder verpassten es jedoch, den entscheidenden Schlag zu setzen und in der Schlussphase in Führung zu gehen. „Drei- bis viermal hatten wir die Chance, leider versagten uns stets die Nerven“, bedauerte der Trainer. Am Ende trennten sich beide Teams nach einer nervenaufreibenden Schlussphase mit einem leistungsgerechten 24:24. „Vor der Saison hätte ich das Ergebnis sofort unterschreiben. Im Nachgang müssen wir aber feststellen, dass wir bei einem Top-Team sogar einen Sieg liegen gelassen haben“, resümierte Carsten John. „Dennoch bin ich natürlich stolz auf meine Mannschaft.“ (fs)

Es spielten für Cunewalde/Sohland: Bergner, Anys – Israel (3), Mühlan, Mende, Roch (7), Naimann (4), Horn (2), Hühn (3), Vanek (3), Richter (2), Schulze.