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CFD: das Spekulieren auf Kursveränderungen

Abseits von Sparbuch und Co. erfreuen sich in den letzten Jahren einige weitere Anlageprodukte, die eine größere Rendite versprechen, großer Beliebtheit.

16.08.2017

Spekulieren auf Kursveränderungen
Bild: ©istock.com/Eseninstudio

Wer risikobereit ist, der sollte sich zum Beispiel einmal den CFD-Handel anschauen. Hierfür müssen einige Grundlagen bekannt sein, denn nur wer weiß, wie der CFD-Handel genau funktioniert, kann die Risiken einschätzen und langfristig Gewinne erzielen.

CFD: die Definition

CFD ist eine Abkürzung für „Contract for Difference“ und bedeutet so viel wie Differenzkontrakt. Dabei handelt es sich nicht um ein Wertpapier, sondern um ein Derivat - aus diesem Grund werden CFD nicht an der Börse gehandelt, sondern die Geschäfte finden außerhalb des Marktes statt. Hierbei wird ein Broker benötigt, der dem Trader erlaubt auf Kursschwankungen zu setzen, wie zum Beispiel der Broker IG.

Genau genommen wettet der Trader auf Differenzen des Kurses zwischen seinem Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkt. Als Wert dienen hier die Kurse von Devisen, Aktien, Indizes, Rohstoffen, Features und Zinsen. Dabei können die Anleger auf steigende Kurse (long) oder fallende Werte (short) setzen. Interessant und lukrativ sind CFD wegen der Hebelwirkung, denn so ist es mit einem geringen Kapitaleinsatz möglich, hohe Gewinne, aber auch hohe Verluste zu erzielen.

Tipps für den Handel

Die Entwicklung von CFD ist sehr unsicher und selbst erfahrene Trader können niemals mit 100-prozentiger Sicherheit die Entwicklung eines Kurses vorhersagen. Es gibt aber einige Grundregeln, die das Risiko minimieren:

Verluste mit Stop-Loss-Funktion begrenzen

Bei dem Handel mit CFD ist können innerhalb von wenigen Sekunden hohe Verluste entstehen, da es eine Nachschusspflicht gibt. Das bedeutet, dass der Trader für Verluste aufkommen muss, die weit über seinen Einsatz hinausgehen. Damit dies nicht passiert, lässt sich mit der Verwendung der Stop-Loss-Funktion das Risiko begrenzen.

Demokonto nutzen

Bevor sich Anfänger überhaupt an den CFD Handel machen, empfehlen wir, zunächst einmal mithilfe eines Demokontos den Handel zu üben. Nicht alle Broker bieten CFD an, es gibt aber durchaus Anbieter, die sich auf den CFD Handel spezialisiert haben und auch Social Trading offerieren. Damit können Einsteiger den Handel von erfahrenen Profis nachvollziehen. Es ist immer sinnvoll, zunächst mit Spielgeld das Trading zu üben, bevor es an den Einsatz von echtem Geld geht.