erweiterte Suche
Donnerstag, 15.09.2011

Bunte Mauerkunst aus der ‚Bazillenröhre‘ soll umziehen

Art-Mauer auf Abwegen: Seit 2008 treffen sich einmal im Jahr rund 50 kleine und große Künstler, um den Westeingang der „Bazillenröhre“ mit bunten Mauerbildern zu verschönern. Durch die für 2014 angekündigte Schließung des Tunnels überlegt Initiator Dmytro Remestvenskyy (47) mit dem Kunstwerk umzuziehen: „Lasst uns die grauen Wände auf dem Sonnenberg verschönern.“

Im Auge hat er eine gut 350 Meter lange und recht bröckelige Mauer entlang der Jakobstraße, gleich rechts neben der Fußgängerbrücke über die Bahngleise hoch auf den Sonnenberg. Sozialdezernentin Heidemarie Lüth (64, Linke) findet die Idee klasse: „Das müsste nur noch mit dem Baudezernat und der Bahn abgestimmt werden.“2008 hatte Dmytro Remestvenskyy auf der Mauer vor der „Bazillenröhre“ den Schriftzug „Juden raus“ entdeckt. Kurz darauf entstand auf dem Schandfleck das erste Mauerbild auf zehn Quadratmetern. Weitere folgten. 2009 dann ein Bildnis von Mutter Teresa. „Das muss ich morgen noch schnell restaurieren. Schmierfinken haben das Bild verunziert.“

In diesem Jahr treffen sich Künstler und solche, die es werden wollen, am 24. September. Die 4. Art-Mauer findet von 10 bis 16 Uhr im Rahmen der Interkulturellen Woche statt. (tor)