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Freitag, 12.01.2018

Bundespolizei beendet Fahndung im Grenzraum

Die Fahnder hatten über mehrere Tage Fahrzeuge und Personen auf der A 4 in Richtung im Fokus. Die Ludwigsdorfer werten den Einsatz als erfolgreich aus.

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© Symbolbild/Armin Weigel/dpa

Görlitz. Fahnder der Ludwigsdorfer Grenzdienststelle hatten bei einem Einsatz gemeinsam mit ihren Kollegen vom polnischen Grenzschutz über mehrere Tage Fahrzeuge und Personen, die sich über die A 4 in Richtung Polen bewegten, im Fokus. Der Einsatz endete am Freitagnachmittag. Er dient der Abwehr von Gefahren im Grenzraum. Während des Einsatzes erhielten die am Boden eingesetzten Kräfte zeitweise Unterstützung aus der Luft. So hatte die Besatzung eines Bundespolizeihubschraubers ein wachsames Auge auf den gesamten Reiseverkehr.

Das teilt Michael Engler, Pressesprecher der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf, mit. Dass die Fahndung auf der Autobahn erfolgreich gewesen sei, zeige insbesondere das Sicherstellen eines unmittelbar vor Einsatzbeginn in Frankreich entwendeten Mercedes Sprinter und die damit einhergehende Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Gegen einen der Verdächtigen ist inzwischen Untersuchungshaft angeordnet worden (die SZ berichtete). Neben diesem Delikt klärten die Bundespolizisten zahlreiche Urkundendelikte, ein Waffendelikt sowie auch verschiedene Verkehrsdelikte auf (z. B. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen die Versicherungspflicht). Zudem wurden Personen festgenommen, gegen die ein Haftbefehl vorlag.

Aus dem Polizeibericht vom Freitag

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Haftbefehl durch Geldstrafe abgewendet

Görlitz. Beamte des Polizeireviers Görlitz haben am Donnerstagabend in einer Wohnung an der Landskronstraße in Görlitz den Vollstreckungshaftbefehl eines 25-jährigen Deutschen vollzogen. Der junge Mann hatte eine Geldbuße nicht bezahlt. Er beglich nunmehr an Ort und Stelle den erforderlichen Betrag von 212 Euro und entging so einer Erzwingungshaft in einem Gefängnis.

Autos stoßen im Kreisverkehr zusammen

Weißwasser. Am Donnerstagvormittag hat es am Kreisverkehr Sachsendamm gekracht. Ein 79-Jähriger ist mit seinem Ford von der Herrmann-Moritz-Jacobi-Straße in das Rondell gefahren, ohne offenbar auf 30-Jährigen in seinem Mercedes zu achten. Dieser fuhr vom Sachsendamm in den Kreisel. Keiner der Fahrer verletzte sich bei dem Zusammenprall. Der Sachschaden schlug hingegen mit rund 6500 Euro zu Buche. Die Bußgeldstelle des Landkreises Görlitz wird sich mit dem Fall befassen.

Fahrradfahrerin stürzt nach Zusammenstoß

Schöpstal. Am Donnerstagnachmittag ist es in Girbigsdorf an der Ebersbacher Straße zu einem Zusammenstoß zwischen einem Mercedes und einem Radfahrer gekommen. Die 60-jährige Benz-Fahrerin missachtete offenbar die Vorfahrt der 61-jährigen Radlerin. Die Seniorin stürzte nach dem Zusammenprall und verletzte sich leicht. Der Schaden betrug 300 Euro. Die Verkehrssachbearbeiter des Reviers Görlitz befassen sich mit dem Unfall.

VW-Fahrer hat keinen gültigen Führerschein

Ebersbach. Beamte des Görlitzer Reviers haben am Donnerstagabend in Liebstein festgestellt, dass der 23-jährige deutsche Fahrer eines VW Caddy nicht im Besitz einer für den Anhängerbetrieb erforderlichen Fahrerlaubnis war. Das fiel bei einer Kontrolle am Königshainer Weg auf. In Summe brachte das Gespann über dreieinhalb Tonnen auf die Waage. Hierfür war die im Führerschein eingetragene Klasse B nicht ausreichend. Die Ordnungshüter untersagten die Weiterfahrt und fertigten eine Anzeige wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Unbekannte stehlen VW Tiguan

Rothenburg. Am Freitagvormittag ist einem Autobesitzer in Rothenburg aufgefallen, dass sein VW Tiguan gestohlen wurde. Die Tat ist möglicherweise schon am Mittwochmorgen auf einem Grundstück an der Noeser Straße geschehen. Der acht Jahre alte, schwarze SUV war auf das Kennzeichen GR HM 503 zugelassen. Die Soko Kfz ermittelt. Nach dem Volkswagen wird international gefahndet.

Erfolgreicher Fahndungseinsatz zur Abwehr von Gefahren im Grenzraum

Görlitz. Fahnder der Ludwigsdorfer Grenzdienststelle hatten bei einem Einsatz gemeinsam mit ihren Kollegen vom polnischen Grenzschutz über mehrere Tage Fahrzeuge und Personen, die sich über die A4 in Richtung Polen bewegten, im Fokus. Der Einsatz endete am Freitagnachmittag. Er dient der Abwehr von Gefahren im Grenzraum. Während des Einsatzes erhielten die am Boden eingesetzten Kräfte zeitweise Unterstützung aus der Luft. So hatte die Besatzung eines Bundespolizeihubschraubers ein wachsames Auge auf den gesamten Reiseverkehr.

Dass die Fahndung auf der Autobahn erfolgreich war, zeigt insbesondere die Sicherstellung eines unmittelbar vor Einsatzbeginn in Frankreich entwendeten Mercedes Sprinter und die damit einhergehende Festnahme von zwei Tatverdächtigen. Gegen einen der Verdächtigen ist inzwischen Untersuchungshaft angeordnet worden (siehe Pressemitteilungen vom 9. und 11. Januar 2018). Neben diesem Delikt klärten die Bundespolizisten zahlreiche Urkundendelikte, ein Waffendelikt sowie auch verschiedene Verkehrsdelikte auf (z. Bsp. Fahren ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gegen die Versicherungspflicht). Zudem wurden Personen festgenommen, gegen die ein Haftbefehl vorlag.

Insgesamt sind im Zuge des Fahndungseinsatzes – außer der bereits erwähnten Sicherstellung – zwei Haftbefehle vollstreckt; ein Reizstoffsprühgerät eingezogen; zwei gefälschte Führerscheine sichergestellt; fünf Fahrzeugführer ohne Fahrerlaubnis ertappt und ein Fahrzeug wegen fehlendem Versicherungsschutz aus dem Verkehr gezogen worden. Auch die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf wird in Abstimmung mit den anderen Sicherheitspartnern vergleichbare Einsätze an den entsprechenden Stellen im eigenen Zuständigkeitsbereich fortsetzen.

Panzertransport setzt seine Reise fort

Salzenforst. In der Nacht zu Freitag haben alle sechs am Dienstag von der Polizei gestoppten Schwerlastgespanne mit den geladenen Panzerhaubitzen der US-Armee auf der A4 ihre Reise fortgesetzt. Damit ging auch für die Verkehrspolizei ein beinah 60 Stunden andauernder Einsatz zu ende. Nachdem eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion den Konvoy am Dienstagmittag an der Rastanlage Oberlausitz-Nord bei Salzenforst gestoppt und eine Kontrolle einige ordnungswidrige Mängel ergeben hatte, untersagten die erfahrenen Schwerlastexperten dem Spediteur die Weiterfahrt. Es lag nun an ihm, geeignete Auflieger für die schwere Fracht sowie sogenannte BF-3 Begleitfahrzeuge heranzuführen und die erforderlichen Transportgenehmigungen bei der Straßenverkehrsbehörde zu erwirken. Soldaten der US-Armee luden die Panzerhaubitzen vom Typ M 109 am Donnerstag auf dem Autobahnrastplatz um. Dabei unterstützte eine Streife des Verkehrsüberwachungsdienstes und beriet die Fernfahrer, wie die Ladung auf den Aufliegern positioniert und gesichert werden könne. Anschließend wurden die Gespanne erneut gewogen und ihnen nach Abschluss aller Maßnahmen die Freigabe zur Weiterfahrt erteilt.

Mann schleuste Moldauer nach Deutschland

Ludwigsdorf. Ein 44-jähriger Moldauer, der offenbar Landsleute in die Bundesrepublik schleuste, ist gestern Abend von der Bundespolizei vorläufig festgenommen worden. Kurz vor 21 Uhr war einer gemeinsamen deutsch-polnischen Streife auf der Autobahn bei Ludwigsdorf ein aus der Republik Polen kommender moldauischer Kleinbus aufgefallen. In der Nähe von Kodersdorf kontrollierten die Beamten den in Richtung Dresden fahrenden Bus und deren Insassen. Neben dem Fahrer und zugleich späteren Verdächtigen befanden sich ein bulgarischer Mann, zwei rumänische sowie vier moldauische Männer in dem Mercedes.

Als sich die Beamten das Reisegepäck des Fahrers ansahen, fanden sie zunächst drei gefälschte rumänische Ausweise. „Zufälligerweise“ waren diese Dokumente auf drei der mitreisenden moldauischen Passagiere (43, 46, 51) ausgestellt. Erste Ermittlungen ergaben, dass die „falschen“ Rumänen in Deutschland arbeiten wollten. Auch bei einem vierten moldauischen Passagier (39) schien einzig die Schwarzarbeit der Reisegrund zu sein. Er erklärte, ein Bekannter hätte ihm eine Bleibe im Bundesgebiet angeboten und eine Arbeitsstelle in Aussicht gestellt. Gegen den Fahrer des Kleinbusses wird nun wegen des Verdachts des Einschleusens, des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen und wegen unerlaubter Einreise ermittelt. Zudem wurde ihm das Reiserecht aberkannt. Auch für die vier Geschleusten fand die Reise bei Ludwigsdorf ihr Ende, denn auch sie hatten ihr Reiserecht verloren.

Auto fährt gegen Baum

Dürrhennersdorf. Am Donnerstagabend ist ein 59-Jähriger mit seinem Citroen an der Bahnhofstraße in Dürrhennersdorf gegen einen Baum geprallt. In einer Rechtskurve war der Wagen vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit nach links von der Fahrbahn abgekommen. Den älteren Herren brachte ein Rettungswagen in ein Krankenhaus und den Wagen des Mannes schleppte ein Transporter ab. Der Sachschaden schlug mit rund 4500 Euro zu Buche.

Unbekannte dringen in Wohnhaus ein

Trebendorf. In der Zeit von Dienstagmorgen bis Donnerstagnachmittag sind Unbekannte in ein Wohnhaus an der Mühlroser Straße in Trebendorf eingedrungen. Wie die Täter in das Gebäude gelangten, gilt es noch zu ermitteln. Den genauen Stehlschaden einiger Sammlerstücke bezifferte der Eigentümer mit 100 Euro. Der Schaden lag etwa in gleicher Höhe. Kriminaltechniker sicherten Spuren und die Kriminalpolizei ermittelt.

Insgesamt sind im Zuge des Fahndungseinsatzes – außer der bereits erwähnten Sicherstellung – zwei Haftbefehle vollstreckt; ein Reizstoffsprühgerät eingezogen; zwei gefälschte Führerscheine sichergestellt; fünf Fahrzeugführer ohne Fahrerlaubnis ertappt und ein Fahrzeug wegen fehlendem Versicherungsschutz aus dem Verkehr gezogen worden. Auch die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf wird in Abstimmung mit den anderen Sicherheitspartnern vergleichbare Einsätze an den entsprechenden Stellen im eigenen Zuständigkeitsbereich fortsetzen. (szo)

Diese und weitere Meldungen lesen Sie im aktuellen Bericht der Polizeidirektion Görlitz.