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Donnerstag, 13.04.2017 Dienstleistungen | Bauen | Service

Bund fördert Pumpenwechsel

Anfang der 1990er Jahre ließ so gut wie jeder Hauseigentümer im Osten Deutschlands eine neue und zeitgemäße Heizung installieren.

Von Marion Gründler

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Erste Ansprechpartnerin im Heizungs- und Sanitärbetrieb Greim ist Monika Ullmann, bei der die Fäden der Organisation im Büro zusammenlaufen. | Foto: Marion Gründler
Erste Ansprechpartnerin im Heizungs- und Sanitärbetrieb Greim ist Monika Ullmann, bei der die Fäden der Organisation im Büro zusammenlaufen. | Foto: Marion Gründler
  • Erste Ansprechpartnerin im Heizungs- und Sanitärbetrieb Greim ist Monika Ullmann, bei der die Fäden der Organisation im Büro zusammenlaufen. | Foto: Marion Gründler
    Erste Ansprechpartnerin im Heizungs- und Sanitärbetrieb Greim ist Monika Ullmann, bei der die Fäden der Organisation im Büro zusammenlaufen. | Foto: Marion Gründler
  • Steffen Greim, Chef des gleichnamigen Döbelner Sanitärbetriebes, zeigt eine der alten, dreistufigen Heizungsumwälzpumpen, die gegen ein hocheffizientes Aggregat neuester Bauart ausgetauscht wurde. | Foto: Marion Gründler
    Steffen Greim, Chef des gleichnamigen Döbelner Sanitärbetriebes, zeigt eine der alten, dreistufigen Heizungsumwälzpumpen, die gegen ein hocheffizientes Aggregat neuester Bauart ausgetauscht wurde. | Foto: Marion Gründler

Spätestens jetzt macht sich Verschleiß bemerkbar. Der Bund hat ein Programm unter dem Motto „Deutschland macht’s effizient“ aufgelegt, um Eigentümer zu unterstützen.

Mit dem Problem wird die Döbelner Firma Steffen Greim auf dem Sektor der klassischen Leistungen im Heizungs- und Sanitärbereich häufiger konfrontiert: Das Heizungssystem ist 20 Jahre alt oder älter. „Spätestens zu diesem Zeitpunkt melden sich die Warmwasser-Zirkulationspumpen und die Heizungsumwälzpumpen“, beobachtet Steffen Greim. Der Meister des Heizungs- und Installateur-Handwerks empfiehlt schon aus Sicht der Energieeinsparung einen Austausch der in die Jahre gekommenen Aggregate. Und die Entscheidung würde privaten Eigentümern derzeit mit der sogenannten Pumpenförderung ein ganzes Stück erleichtert.

Steffen Greim zu den Rahmenbedingungen: „Mit bis zu 30 Prozent gefördert werden sowohl die Kosten der neuen Hocheffizienzpumpe als auch Handwerkerleistungen wie die Installation oder die Durchführung des hydraulischen Abgleichs am Heizungssystem.“ Zu beachten sei dabei, so Greim weiter, dass nur Pumpen förderfähig sind, die von einem SHK-Betrieb - steht für Sanitär, Heizung, Klima - fachgerecht beim Hauseigentümer eingebaut werden. „Wichtig ist noch zu wissen, dass das Heizungssystem, das für Pumpenförderung vorgesehen ist, wenigstens zwei Jahre alt sein muss. Neubauten sind davon ausgeschlossen.“

Sechs Schritte zur Pumpenförderung

  • 1)Bevor ein Vertrag mit einem SHK-Betrieb geschlossen wird, muss eine Online-Registrierung beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - kurz BAFA - erfolgen.
  • 2) Bei der Registrierung erhält der Kunde eine persönliche Registrierungsnummer, die gut aufbewahrt werden sollte.
  • 3) Jetzt kann der SHK-Betrieb den Pumpentausch und den hydraulischen Abgleich durchführen und im Anschluss die Rechnung legen.
  • 4) Auf dieser Grundlage können Verbraucher bis zu sechs Monate nach Registrierung beim BAFA die Pumpenförderung beantragen.
  • 5) Wichtig: Im Antrag die persönliche Vorgangsnummer angeben. Danach sind Antrag und eine Kopie der Handwerkerrechnung beim BAFA einzureichen.
  • 6) Der Zuschuss auf die Rechnung des Handwerkers wird direkt auf das Konto des Antragstellers überwiesen.

Ehe es knallt: Gas-Check vom Fachmann

Seit Januar 2009 besteht für Gebäudeeigentümer und Vermieter die Pflicht, die Gasanlage in ihren Gebäuden überprüfen zu lassen. Steffen Greims Erfahrung: „Das ist bei Weitem nicht jedem Eigentümer bewusst. Auf dem Sektor besteht noch viel Informations- und Nachholbedarf.“

Denn spätestens im Schadensfall muss dokumentiert sein, dass eine sachgerechte und regelmäßige Überprüfung der Hausgasleitung stattgefunden hat. „Nur so kann sich der Hauseigentümer gegenüber Schadenersatzansprüchen Dritter entlasten“, stellt der Fachmann klar.

Eine Sichtkontrolle mit Blick auf den äußeren Zustand der Leitungen und eventueller Schäden durch Korrosion sollten Eigentümer in jährlichen Abständen selbst durchführen. „Die Prüfung auf Betriebssicherheit empfehlen wir in einem Rhythmus von zwölf Jahren“, ergänzt Greim. Idealerweise im Rahmen eines Wartungsvertrages. Damit wäre jeder Eigentümer auf der sicheren Seite.