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Dienstag, 13.03.2018

Bürger-Probleme: META productions hilft weiter

In Deutschland leben über 82,5 Millionen Menschen. Die meisten davon würden sich wohl als normale Bürgerinnen und Bürger bezeichnen, die sich zwar gesellschaftlichen Problemen gegenübersehen, sie aber nicht aus eigener Kraft heraus lösen können.

Bildquelle: meineresterampe via pixabay
Bildquelle: meineresterampe via pixabay

Seit 1992 setzt sich deshalb auch eine Berliner Filmproduktionsfirma für die Beantwortung umfangreicher Fragen und die Aufklärung schwieriger Fälle ein.

„akte“ - Achtung Abzocke, Könnes kämpft und mehr

Vielleicht kommen Ihnen diese Titel bekannt vor; es handelt sich dabei um die Produktionen der META productions GmbH, die sowohl für das öffentlich-rechtliche als auch für das Privatfernsehen Reportagen, Dokumentationen und Verbrauchermagazine erstellt. Das bekannteste Magazin ist dabei wahrscheinlich das seit 1995 produzierte „akte“-Format mit all seinen Ablegern.

Aber auch vermittels vieler Einzelproduktionen mit dem Fokus auf mal kleinen und mal großen Problemen aus der Mitte der Gesellschaft schafft es das Unternehmen regelmäßig, Licht ins Dunkel zu bringen. Um das Thema Geld geht es dabei unter anderem im Format „Achtung Abzocke“ mit Peter Giesel. Darin werden verschiedene Angebote für Verbraucher unter die Lupe genommen.

Und wo sich das Abzocke-Format vor allem am sogenannten Point of Sale aufhält, um Missstände und Probleme aufzudecken, da geht „Könnes kämpft“ noch ein paar Schritte weiter. Hier werden verschiedene Angelegenheiten zwar auch anhand von Einzelfällen oder anderweitig in der Gesellschaft angesiedelten Fragestellungen aufgerollt, dann aber sehr tiefgründig weiterverfolgt.

Unter anderem im Hinblick auf den Handel von Waren im Internet oder mit dem Fokus auf Paketsendungen und deren Lieferung bzw. Nichtlieferung durch etablierte Paket- und Lieferdienste entstanden bereits Sendungen mit dem Journalisten Dieter Könnes. Die investigative Arbeit von Könnes und seinem Team hat dabei auch schon eine Razzia mit über 300 Beamten bei den untersuchten Unternehmen ausgelöst. Erfolge lassen sich also im Großen Maße verzeichnen.

Warum es journalistischen Tiefgang braucht

Die Nachfrage nach den genannten und ähnlichen TV-Formaten kommt dabei nicht von Ungefähr; sowie letztlich auch nicht deren Notwendigkeit. Denn immer wieder gibt es Fälle von Abzocke, Betrug und verschleierten sowie vernetzten Machenschaften, in die man als betroffener oder auch anderweitig interessierter Verbraucher nie Einblick erlangen würde. Hinzu kommen negative Zustände, die selbst durch den Einsatz von engagierten Privatpersonen nur schwer gebessert werden können.

Für die Aufklärung verschiedener Sachverhalte und die Suche nach Lösungen braucht es daher ein geschultes Team mit verschiedenen Fach- und Sachverständigen, die sich mal inkognito in Unternehmen einschleusen, mal offen mit den Verantwortlichen kommunizieren. Letzteres ist zwar für Journalisten nicht unbedingt einfacher als für „den kleinen Mann“, jedoch wissen die angefragten Unternehmen um den möglichen Image-Schaden, sollten sie sich nicht auf ein Gespräch einlassen bzw. dieses mit schwammigen Aussagen abwehren.

Zudem geben einem öffentlich agierende Unterstützer und deren Bemühungen, wie eben in den genannten Formaten, ein gewisses Sicherheitsgefühl. Es gibt jemanden, auf den man sich verlassen kann und der jene Grenzen überschreiten kann, die dem normalen Privatbürger aufgezeigt werden. Das sorgt in unsicheren Zeiten, bei einem steigenden Angstempfinden in der Gesellschaft sowie bei der Orientierungslosigkeit im allgemeinen Überangebot von Möglichkeiten und Informationen für Halt. So ergeben sich letztlich Nachfrage und Notwendigkeit der journalistischen Problemlösung nicht nur aus Problemen und den davon Betroffenen, sondern auch aus dem Wunsch nach mehr Sicherheit in der gesamten Gesellschaft.

„Konstruktiver Journalismus“

Während die benannten sowie viele weitere Produktionen der META productions GmbH einzelne Themen aufgreifen, sie verständlich erläutern und sowohl Betroffene als auch Verantwortliche aufzeigen, gibt es überdies noch weiterreichende Ansätze. Unter anderem die Reihe von ZDF-Reportagen unter dem Namen „Plan B“, an der die Berliner ebenfalls mitgewirkt haben, formte zuletzt den Begriff des „konstruktiven Journalismus‘“. Dieser meint nicht nur das Aufzeigen und Untersuchen von Problemen, sondern auch die klare Darstellung von realistischen Lösungswegen.

Dafür wurden unterschiedliche, ebenfalls direkt in der Bevölkerung angesiedelte Probleme und Fragestellungen ausgesucht sowie dafür in ganz Europa nach bereits vorhandenen Lösungen gesucht, die hierzulange Anwendung finden könnten. Hohe Mietpreise in Städten, Altersarmut, Ärztemangel auf dem Land, der Umgang mit Lebensmitteln, die gerechte Entlohnung in verschiedenen Arbeitsbereichen und dergleichen mehr wurden dabei als Thema aufgearbeitet. Dabei wurde gezeigt, dass es erfolgreiche Lösungsmodelle gibt, die im Grunde direkt übernommen werden können.

Orientierung für die Gesellschaft

Mit Bemühungen wie jenen der Berliner Filmproduzenten, gibt es also im deutschen Fernsehen immer wieder Produktionen, welche sich mit Problemen aus der Gesellschaftsmitte beschäftigen. Dabei ist das Angebot, je nach Fragestellung und Umfang, breit gefächert – zum einen werden Dienstleister auf die Probe gestellt, zum anderen werden deren Unternehmens- und Mitarbeiterstrukturen detailliert betrachtet. Mit klaren Lösungsansätzen wird zudem aufgezeigt, dass die Welt eben nicht nur voller Probleme ist, sondern auch Lösungen bereithält.

Abschließend lässt sich also sagen, dass es im deutschen Fernsehen nicht nur Unterhaltung, Nachrichten, Klamauk und allgemeine Reportagen über dieses und jenes Thema gibt, sondern auch viele Formate, die sich mit den Belangen der Zuschauer beschäftigen. Diese Formate sind dabei nicht mehr nur auf Probleme und deren Ursachen hin ausgelegt, sondern auch und vor allem auf die entsprechende Lösung. Das macht Hoffnung und zeigt, dass mit einem Blick über den Tellerrand vieles zum Positiven verändert werden kann.