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Freitag, 06.10.2017

Bürger-Info wohl noch in diesem Herbst

In einer Stellungnahme an die Nachbarschaft äußert sich Schaumaplast nicht nur zum Lkw-Verkehr, sondern auch zu Gefahren für die Gesundheit.

Nossen. In einem Schreiben von vor einer Woche hatte sich der Schaumstoffproduzent an die Nossener Bürger gewandt (die SZ berichtete). Dabei hatte es unter anderem zu einer möglichen Zunahme von Lkw-Verkehr geheißen, dass bereits jetzt das stärkste Aufkommen nicht „im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit von Schaumaplast“ stehe, sondern der meiste Verkehr durch die „erhebliche Zahl an Lkw-Bewegungen nachweislich durch die naheliegende Zollabfertigung verursacht“ werde. Auch zu dem für die Anwohner deutlich emotionaleren Thema – dem Ausstoß von möglicherweise gesundheitsschädigenden Stoffen – äußerte sich Schaumaplast in dem Schreiben ebenso. So heißt es: „Schaumaplast produziert aus angeliefertem Rohgranulat namhafter deutscher Hersteller die verschiedensten Styroporbau- oder -verpackungsteile. Diese Styroporelemente findet man beispielsweise in Fahrradhelmen, Autoseitentüren, Babyschalen, Spülkästen, in Fertighäusern oder auch in Organtransplantationsboxen.“

Um sicherzustellen, dass keinerlei Gefahren von der Produktion ausgehen, erfolgen demnach regelmäßige Kontrollen und Messungen. Außerdem wird in der Stellungnahme betont, dass ausschließlich hochwertige Rohmaterialien verwendet würden, welche sich aus streng kontrollierten und zugelassenen Bestandteilen zusammensetzen. Somit könne der Betrieb, ergänzt Betriebsleiter Kay Schillig, „in der Lieferkette bereits beim Lieferanten beginnend sicherstellen, dass für die Anwohner und auch für unsere Mitarbeiter von der Verarbeitung des Styroporrohgranulats keinerlei Gesundheitsgefahr ausgeht.“

Dies gelte auch für die vieldiskutierten und im Rohgranulat enthaltenen Stoffe Styrol und Pentan. „Wir halten alle Grenzwerte strengstens ein, ja, wir unterschreiten sie sogar erheblich“, versichert Schilling.

Weiter teilt Schaumaplast mit: „Bei der Verarbeitung des Styropors insbesondere beim Vorschäumen kann es punktuell vorkommen, dass ein charakteristischer Kunststoffgeruch wahrgenommen wird. Dieser ist aber nicht gesundheitsgefährdend.“ Sollten dabei unangenehme Gerüche wahrgenommen werden, bitte man alle Anlieger um eine möglichst zeitnahe Information an den Betrieb per Telefon oder Mail, damit Mitarbeiter unmittelbar prüfen können, woran es gelegen haben könnte, oder welche Charge gerade verarbeitet wurde, bekräftigt Geschäftsführer Bernhard Hauck erneut. Schaumaplast sei nach wie vor an einer guten Nachbarschaft und an einem friedlichen Miteinander gelegen. So sei man derzeit dabei, einen Termin für eine Anwohner-Informationsveranstaltung noch in diesem Herbst zu finden. Über den Termin werde noch informiert. (SZ/mhe)