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Mittwoch, 27.09.2017

Bündnis steht vor neuen Aufgaben

Für die Initiative Willkommen in Döbeln haben sich die Aufgaben geändert. Auch darum geht es bei einem Fachtag in Mittweida.

Im Juni fand in der Nicolaikirche ein Benefizkonzert für die Initiative Willkommen in Döbeln statt.
Im Juni fand in der Nicolaikirche ein Benefizkonzert für die Initiative Willkommen in Döbeln statt.

© DA-Archiv/André Braun

Döbeln. Um die Initiative Willkommen in Döbeln ist es ruhig geworden. Doch der Schein trügt. „Es ist richtig, dass wir zurzeit in der Öffentlichkeit nicht mehr so wahrgenommen werden“, sagt Hartmut Fuchs vom Bündnis. Doch die Mitglieder sind noch aktiv. Die Aufgaben hätten sich nur im Vergleich zu denen von vor mehr als einem Jahr geändert. Viele Flüchtlinge seien inzwischen dezentral in Wohnungen untergebracht. Sie hätten einen Aufenthaltstitel, seien in Schulen oder Deutsch-Kursen integriert, einige arbeiten auch, so Fuchs.

25 aktive Mitglieder im Bündnis

Aufgabe der Mitglieder sei es nun vor allem, die Flüchtlinge in formellen Angelegenheiten zu unterstützen. „Es geht um Kita-Anträge, Hortplätze, Wohnungen, Praktika- und Arbeitsplätze“, schildert Fuchs. Die Paten, die sich um die Flüchtlinge kümmern, hätten viele Behördengänge zu erledigen. „Unsere beiden Migrationssprechstunden sind wichtige Anlaufstellen“, sagt Fuchs. Montags von 12 bis 17 Uhr und freitags von 10 bis 15 Uhr finden diese am Sitz des Vereins Treibhaus an der Bahnhofstraße 56 in Döbeln statt. „Das Bündnis hat zurzeit 118 Mitglieder, davon sind 25 regelmäßig aktiv“, berichtet Hartmut Fuchs. „Aber wir suchen noch Verstärkung“, ergänzt er.

Für den 30. September organisiert er mit seinem Team einen Fachtag zum Thema „Von der Willkommenskultur zum Miteinander“ in Mittweida. Dort soll es um die neuen Aufgaben der ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen Kräfte gehen, die sich mit Integration zurzeit beschäftigen. Viele hätten sich für die Veranstaltung angemeldet. Angesprochen sind Verantwortliche des Landkreise, Mitwirkende der Willkommensbündnisse, Sozialarbeiter, aber auch die Flüchtlinge selbst.

Geplant sind für den 30. September zwei Blöcke. Vormittags sind mehrere Fachvorträge vorgesehen, bei denen es unter anderem um die aktuelle Situation sowie neue Anforderungen an Patenschaften geht. Nach der Mittagspause sind verschiedene Workshops angesetzt.

Es ist die zweite Veranstaltung dieser Art. Auftakt war im vergangenen Jahr. Dieser sei sehr gut angenommen worden, sagt Fuchs. Als Ergebnis sei eine Fachbroschüre entstanden, die sich unter anderem damit befasst, was ehrenamtlich möglich und wofür das Hauptamt zuständig ist. (DA/mf)