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Dienstag, 26.01.2016

Brandstiftern drohen bis zu zehn Jahre Haft

Bild vom 8. Oktober 2015: Spuren des Anschlags am Tag danach.
Bild vom 8. Oktober 2015: Spuren des Anschlags am Tag danach.

© Archiv: Tobias Wolf

Dresden. Der hitzige Streit um die Unterbringung von Flüchtlingen in einem Schulgebäude an der Boxberger Straße im vergangenen Spätsommer mündete in einen Brandanschlag. Am Morgen des 7. Oktobers flogen Molotowcocktails auf das damals als Erstunterkunft vorgesehene Prohliser Schulhaus. Eingangstür, Fassade und die Rückseite wurden mit Brandsätzen beworfen.

Die mutmaßlichen Täter wurden bereits im November gefasst und in Untersuchungshaft genommen. Seither richteten sich die Ermittlungen vorrangig gegen die zwei 32 und 33 Jahre alten Männer. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Die beiden Angeklagten müssen sich wegen gemeinschaftlich begangener Brandstiftung verantworten. Das Landgericht Dresden muss das Verfahren noch zulassen und einen Eröffnungstermin festlegen. Den mutmaßlichen Brandstiftern drohen im Falle einer Verurteilung Freiheitsstrafen zwischen einem und zehn Jahren. (szo)