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Mittwoch, 27.09.2017

Brand in der Papierfabrik

Bei Schweißarbeiten hat sich in der Fabrik ein Feuer entfacht. Die Mitarbeiter reagierten rasch, verhinderten so Schlimmeres.

Von Tina Soltysiak

© Symbolbild/Uwe Soeder

Kriebstein/Kriebethal. In der Kübler und Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG hat es am Dienstagabend gebrannt. „Schweißarbeiten lösten offenbar das Feuer aus“, teilte Steffen Wolf, Sprecher der Polizeidirektion Chemnitz, am Mittwoch mit. Gegen 20.45 Uhr sei der Brand ausgebrochen. „Die Arbeiter konnten die Flammen vor dem Eintreffen der Feuerwehr löschen“, so Wolf.

Laut Einsatzleiter Ingo Geißler, Ortswehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Kriebethal, hätten die Mitarbeiter die Flammen mit Hilfe von Feuerlöschen und Schläuchen erfolgreich bekämpfen können. „Wir haben dann noch eine Sichtkontrolle gemacht und auch die Wärmebildkamera eingesetzt, um zu schauen, ob es noch Glutnester gibt“, sagte er auf DA-Nachfrage. Zudem sei das Fabrikgebäude gelüftet worden. Rund zwei Stunden seien die 15 Kameraden der Ortswehren Kriebethal und Höfchen im Einsatz gewesen. Sie waren mit drei Fahrzeugen vor Ort.

Von den Mitarbeitern sei bei dem Brand niemand verletzt worden, so Polizeisprecher Steffen Wolf. Rechtsanwalt Hubert Ampferl als Insolvenzverwalter über das Vermögen der Papierfabrik Kriebstein bezifferte den Schaden am Mittwoch auf DA-Nachfrage auf etwa 750 Euro. Wie der Brand genau ausgebrochen ist, könne er nicht sagen. Fakt ist: Derzeit stehen die Maschinen still. „Es läuft die jährliche Großreparatur. Deshalb sind auch verschiedene Fremdfirmen mit vor Ort“, so Ampferl. Die Mitarbeiter hätten, als sie den Brand bemerkten, „sehr vorbildlich und besonnen reagiert und das Feuer schnell gelöscht“, sagte der Rechtsanwalt.

Zum laufenden Insolvenzverfahren wollte er sich nicht im Detail äußern. Nur soviel: „Es ist richtig, dass Gespräche mit einem Investor laufen und wir im Oktober mit einem konkreten Ergebnis rechnen.“ Die Kübler & Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG hatte im Frühjahr Eigeninsolvenz angemeldet. Grund waren Zahlungsschwierigkeiten aufgrund der „angespannten Lage auf dem Papiermarkt“.