Mittwoch, 09.01.2013

Brand im Radebeuler Teehaus sorgt für Großeinsatz

Bei Dacharbeiten hat vermutlich Staub in einer Filteranlage das Feuer im Teehaus verursacht. Verletzt wurde bei dem Brand niemand.

Von Sven Görner

Die Feuerwehrleute haben einen Teil des Daches des Produktionsgebäudes der Radebeuler Teehaus GmbH aufgesägt, um sicherzustelllen, dass sich in der Isolierung darunter keine Glutnester mehr befinden. Foto: SZ/Sven Görner
Die Feuerwehrleute haben einen Teil des Daches des Produktionsgebäudes der Radebeuler Teehaus GmbH aufgesägt, um sicherzustelllen, dass sich in der Isolierung darunter keine Glutnester mehr befinden. Foto: SZ/Sven Görner

Deinstagvormittag ging gegen 10.35 Uhr der Notruf bei der Rettungsleitstelle in Meißen ein: Feuer in der Produktion der Radebeuler Teehaus GmbH! Nur acht Minuten später rollt das erste Fahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Radebeul-Ost auf den Firmenhof an der Meißner Straße. Über einem der Dächer der Produktionsgebäude ist Rauch zu sehen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Ein Feuerwehrfahrzeug nach dem anderen trifft ein, während sich die Rettungskräfte einen ersten Überblick über die Situation verschaffen. Einsatzleiter ist Radebeuls Feuerwehrchef Roland Fährmann. „Auf dem Flachdach des betroffenen Gebäudes wurden Dachdeckerarbeiten ausgeführt“, berichtet der Feuerwehrmann. „Dabei ist auch Dachpappe erhitzt worden, um sie bündig um ein Entlüftungsrohr zu legen. Das ist vermutlich der Auslöser für den Brand gewesen.“ Denn das Rohr, so der Feuerwehrchef weiter, gehöre zu einer Filteranlage mit der der Staub abgesaugt wird, der beim Befüllen der Teebeutel entsteht.

Pulverlöscher eingesetzt

„Offensichtlich hatte sich etwas von diesem Teestaub an dem Rohr festgesetzt und wurde durch das Erhitzen entzündet.“ Dieser brennende Staub habe dann vermutlich die Entstaubungsanlage selbst in Brand gesetzt.

Die Folge ist eine starke Rauchentwicklung im Obergeschoss des Gebäudes. Obwohl inzwischen alle Radebeuler Wehren und außerdem noch Kameraden aus Reichenberg, Boxdorf und Coswig vor Ort sind, braucht Fährmann nur drei Löschtrupps unter Atemschutz losschicken. Zwei gehen in das Gebäude, einer aufs Dach. Da das Feuer begrenzt ist, werden nur zwei C-Rohr-Leitungen zum Brandherd gelegt. Um Schäden durch Wasser so gering wie möglich zu halten, setzen die Kameraden zudem Pulverlöscher ein.

Der Trupp auf dem Dach öffnet indes einen Teil der Dachhaut. Fährmann: „Die Kameraden habe etwa zwei Quadratmeter rausgesägt, um sicher zu gehen, dass sich in der Dachisolierung nicht noch ein Glutnest verbirgt.“ Die ebenfalls alarmierten Männer des Rettungsdienstes bekommen nichts zu tun. Weder ein Feuerwehrmann noch ein Mitarbeiter des Unternehmens kommen durch den Brand zu Schaden. Welche Auswirkungen das Feuer für das Unternehmen hat, ist noch nicht bekannt. Auskünfte dazu soll es erst heute geben. Während die letzten Feuerwehrleute kurz vor 13 Uhr das Gelände verlassen, haben die Ermittler der Polizei gerade erst mit ihrer Arbeit begonnen.