Donnerstag, 29.11.2012

Bombe in Dortmund soll im Laufe des Abends entschärft werden

Dortmund. Nach dem Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Dortmunder Innenstadt dauert die Evakuierung der nahe gelegenen Häuser an. Bislang sei nicht abzusehen, wann diese Aktion beendet sei und mit der Entschärfung des britischen Blindgängers begonnen werden könne, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Donnerstagabend auf dapd-Anfrage. Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes wollen dann versuchen, den mit Säure befüllten Zünder der britischen Bombe zu entfernen. Sollte dies nicht gelingen, soll die zehn Zentner schwere Bombe gesprengt werden. Wegen der Entschärfung müssen bis zu 7.100 Menschen vorübergehend ihre Wohnungen verlassen.

Für den Fall einer Sprengung des Blindgängers hält die Feuerwehr 50 Sandsäcke bereit. Sie sollen die Detonation abdämpfen und verhindern, dass ein in der Nähe stehendes Hochspannungshäuschen beschädigt wird. In der Evakuierungszone befinden sich drei Krankenhäuser - darunter auch eine Kinderklinik. Sie müssen nach Angaben des Sprechers allerdings nicht komplett geräumt werden, vielmehr reiche es, die Patienten auf andere Stationen, die Flure oder den Keller zu verlegen, erklärte er. Er korrigierte damit Angaben, wonach die Gebäude komplett geräumt werden müssten. Krankentransporte in die betroffenen Kliniken wurden zunächst eingestellt.

Nach Angaben der Stadtverwaltung hatten Arbeiter den Blindgänger bei Bodenarbeiten gefunden. Dabei wurde der chemische Zünder der Bombe versehentlich von einem Bagger beschädigt.

Erst am Dienstagabend war in Duisburg eine zehn Zentner schwere Fliegerbombe gesprengt worden. Sie hatte ebenfalls einen gefährlichen Säurezünder. Etwa 4.200 Menschen mussten vorübergehend ihre Wohnungen räumen. (dapd)