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Donnerstag, 15.11.2012

Böse Falle! Fangeisen riss Husky ein Bein ab

Grausame Tierquälerei im Vogtland! In Schöneck fand Annett Ludwig (33) einen schwer verletzten Husky. Ein Vorderbein war abgerissen - ein Tierarzt rettete der Hündin das Leben. Tierschützerin Karin Oettmeier: „Der Hund wird in ein Tellereisen geraten sein. Das ist in Deutschland verboten.“

Schöneck. Annett Ludwig traute ihren Augen nicht: „Mein Sohn Philipp hatte das arme Tier im Pferdestall gefunden. Der Husky hatte sich im Heu ein Nest gebaut.“ Die Kauffrau alarmierte die Gemeinde Schöneck, die den Hund schließlich zum Tierarzt brachte. Der amputierte den Beinstumpf.

Karin Oettmeier übernahm das Geschöpf, sucht jetzt nach dem Besitzer: „Der Husky ist vielleicht zwei Jahre alt und wurde vor rund sieben Wochen sterilisiert. Er trägt ein oranges Halsband, aber weder Marke noch Chip.“

Für die Tierheimleiterin ist der Fall mit dem Tellereisen (auch Fangeisen, besteht aus zwei gezahnten Bügeln, die zuschnappen) „ein schlimmes Tierverbrechen“. „Wir hatten schon Fälle mit Katzen. Das könnte ein Jäger oder ein Wilderer ausgelegt haben. Die Fallen sind verboten (Anm.: laut Tellereisenverordnung der EU), weil Tiere grauenvoll verenden können.“ Die Tierschützerin will Anzeige erstatten. „Sobald die Anzeige vorliegt, werden wir wegen Verstoßes gegen das Jagd- und Tierschutzgesetz ermitteln“, sagt Polizeisprecher Oliver Wurdak (35). (bri)