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Freitag, 12.01.2018

„Bobbahn-Umbau hat neue Priorität“

Sachsens Verbandschef Dreßler reagiert auf die Diskussionen zur heiklen Kurve 13 im Eiskanal. Und kommt zu klaren Schlüssen.

Markus Dreßler ist Bürgermeister von Glashütte und auch Präsident des Rennrodel-, Bob- und Skeletonverbandes für Sachsen e.V.
Markus Dreßler ist Bürgermeister von Glashütte und auch Präsident des Rennrodel-, Bob- und Skeletonverbandes für Sachsen e.V.

© Frank Baldauf

Altenberg. Der Bob-Weltcup am vergangenen Wochenende im Altenberger Eiskanal hat Eindruck hinterlassen – auf der Bahn, aber offenbar auch hinter den Kulissen. Dort wurde viel gesprochen über die kritische Engstelle im unteren Bahnbereich und wie die Sturzgefahr durch den Umbau der Kurven 11, 12 und 13 gebannt werden könnte. Dieses Projekt habe seit dem Wochenende „eine neue Dringlichkeit und Priorität erhalten“, informiert auf SZ-Nachfrage der Präsident des Rennrodel-, Bob- und Skeletonverbandes für Sachsen, Markus Dreßler. Er ist zugleich Bürgermeister von Glashütte und Kreisrat (CDU). Gemeinsam werde nun mit den Partnern und Fördermittelgebern an der Finanzierung des Projekts gearbeitet. Die Kosten sind mit rund 2,6 Millionen Euro veranschlagt.

Das Problem ist nicht neu, das macht auch Dreßler deutlich, bekommt aber nunmehr eine andere Wertigkeit. „Der Kufensport hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Speziell die Bobs sind heute deutlich schneller als noch vor einigen Jahren. Im Ergebnis kamen und kommen die vor Jahrzehnten errichteten Bahnen, nicht nur in Altenberg, in Teilbereichen an ihre Grenzen“, so der Verbandschef. In Altenberg sei seit Jahren bekannt, dass speziell an der Kurve 13 durch den engen Kurvenradius Handlungsbedarf entstehen werde. Deshalb seien verschiedene Varianten untersucht worden. Dabei sei der nun diskutierte Umbau der Kurven 11 bis 13 bereits als notwendige Lösung herausgearbeitet worden.

„Zeitnaher Handlungsbedarf“


„Bis vor wenigen Tagen haben wir das Thema als eines von vielen Ideen und Aufgaben für die kommenden Jahre gesehen“, sagt Dreßler. „Am Rande des diesjährigen Bob-Weltcups gab es zu dem Thema zahlreiche Gespräche mit dem internationalen und dem nationalen Verband. Dieser hat uns nunmehr recht deutlich auf den notwendigen, zeitnahen Handlungsbedarf hingewiesen, auch aufgrund der Stürze der vergangenen Jahre und mit Blick auf die im Jahr 2019 wieder anstehende Homologierung der Bahn in Altenberg.“ Das ist so etwas wie der TÜV für den Eiskanal, der alle fünf Jahre fällig ist. Nach der Umsetzung des Projektes sei die Altenberger Bahn gut gerüstet für die Zukunft und weitere internationale Wettkämpfe. „Wir als sächsischer Verband sind zuversichtlich, dass es wie gewohnt gemeinsam gelingt, auch diese große Herausforderung gut zu meistern, sodass die Weltmeisterschaften 2020, für die die Region, der Landkreis, der Sport und der Freistaat gemeinsam gekämpft haben, sicher nicht in Frage stehen werden.“