Donnerstag, 16.05.2013

Blutiges Schuldrama in Paris: Mann schießt sich vor Kindern in Kopf

Paris. Vor den Augen zahlreicher Kinder hat sich ein Mann in Frankreich in den Kopf geschossen. Der etwa 50-Jährige drang am Donnerstagmittag in eine private Pariser Schule ein und nahm sich in der dortigen Eingangshalle mit einem Jagdgewehr das Leben. „Ich habe einen Schuss gehört und dann das ganze Blut gesehen“, berichtete ein kleines Mädchen dem Radiosender Europe 1. „Es war schrecklich.“

Ein Junge, der die Tat ebenfalls miterleben musste, schilderte, dass der Mann kurz vor seinem Selbstmord mit Blättern um sich warf. Dabei soll es sich um Zeitungsartikel gehandelt haben. Über den Inhalt der Berichte und das Motiv des Mannes machte die Polizei zunächst keine Angaben. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei dem Opfer allerdings weder um einen Vater noch um einen Lehrer oder ein sonstiges Mitglied des Schulpersonals. Die katholische Einrichtung nimmt Kinder ab drei Jahren auf.

Der französische Bildungsminister Vincent Peillon brach einen Besuch in Brüssel ab, um sich am Nachmittag an den Tatort zu begeben. Die betroffenen Kinder sollten psychologisch betreut werden. Rund ein Dutzend soll zur Tatzeit in der Eingangshalle gewesen sein. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 0 Kommentare

    Ihr Kommentar zum Artikel

    Bitte füllen Sie alle Felder aus.

    Verbleibende Zeichen
    Text Bitte geben Sie die abgebildete Zeichenfolge ein