Donnerstag, 31.01.2013

Blitzeis - und plötzlich kracht es

Der Winter verabschiedet sich langsam aus Sachsen und die Tage werden nach dem kürzesten Tag am 21.12., heller und wärmer. Dennoch darf nicht vernachlässigt werden, dass die Autobahnen sowie die Straßen innerorts immer noch glatt und rutschig sein können.

Bereits im November und Dezember kam es auf den Straßen in Sachsen zu Unfällen und Massencrashs (die zs-online berichtete). Die Unfallstatistiken sagen aus, dass die Anzahl der Todesopfer auf Deutschlands Straßen im Zeitraum von Januar 2012 bis November 2012 um 7,7% und die Zahl der Verletzten um 0,9% im Vergleich zum Vorjahr sank. Obwohl die Zahlen zurück gingen, gab es noch 1,9 Millionen Unfälle mit einem reinen Sachschaden. In Sachsen ging die Anzahl der Unfälle im vergleichbaren Zeitraum um 0,5% zurück. Dennoch starben 180 Menschen auf Sachsens Straßen und 14.617 wurden verletzt.

Am wichtigsten ist die Fahrweise

Ab dem 4.12.2010 eine neue Regelung in Kraft. Diese besagt, dass bei Winterwetter mit Schnee, Eis und Glätte die M + S Reifen verpflichtend sind. Jedoch rät der ADAC das Auto bei Blitzeis stehen zu lassen. Wenn die Temperatur unter drei Grad Celsius abfällt, kann es passieren, dass Brücken oder auch Waldstrecken glatt werden. Deshalb sollte man sogar bei vermeintlich harmlosem Wetter einen Blick auf das Thermometer behalten. Wenn man auf eine rutschige Stelle kommt, sollte man vor allem nicht in Panik verfallen. Ruckartiges Bremsen oder gar Verreißen des Lenkrads kann das Auto in Schleudern bringen, wenn man wieder auf griffige Straße gelangt.

Ein Unfall ist passiert, was muss man nun beachten?

Pro Minute geschehen auf den Straßen Deutschlands etwa 10 Unfälle. Sollte es einem selbst mal passieren, muss man wichtige Punkte in der richtigen Reihenfolge beachten. Zunächst sollte Ruhe bewahrt werden. Wer in Panik verfällt, kann wichtige Zeit verlieren und andere sowie sich selbst in Gefahr bringen. Zuerst muss die Unfallstelle abgesichert werden. Dazu ist das Warnblinklicht einzuschalten und ein Warndreieck auf Landstraßen 100 Meter und auf der Autobahn 200 Meter von der Unfallstelle weg aufzustellen. Danach muss die Polizei und gegebenenfalls der Notarzt informiert werden, falls es Verletzte gab. Bis die Einsatzwagen kommen, muss Laut dem §323 des Strafgesetzbuchs, Erste Hilfe geleistet werden. Neben dem Warndreieck muss jeder Autofahrer einen Erste Hilfe Kasten mit sich führen. Dieser muss komplett ausgestattet und noch haltbar sein. Laut einem Ratgeber sollte man seinen Verbandskasten regelmäßig kontrollieren. Man beachte, dass keine Arzneimittel in den Verbandskasten gehört, da ein Verletzter allergisch darauf reagieren könnte.