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Dienstag, 26.09.2017

Bikehouse-Team gewinnt erstmals die Sachsenliga

Mit dem Sieg beim Wettkampf in Zwickau übertraf der OSSV am Ende sein Saisonziel. Auch weltweit gab es Starts.

Gruppenfoto mit Pokal. DasOSSV-Bikehouse-Team gewann erstmals die Triathlon-Sachsenliga. In Zwickau waren am Sonntag Thomas Philipp, Sebastian Guhr, André Jost, Lukas Seifert und Frank Oehl (v.l.n.r.) dabei. Insgesamt starteten bei fünf Rennen 14 Athleten für das Team.
Gruppenfoto mit Pokal. Das OSSV-Bikehouse-Team gewann erstmals die Triathlon-Sachsenliga. In Zwickau waren am Sonntag Thomas Philipp, Sebastian Guhr, André Jost, Lukas Seifert und Frank Oehl (v.l.n.r.) dabei. Insgesamt starteten bei fünf Rennen 14 Athleten für das Team.

© privat

Triathlon. Mit dem letzten Wettkampf in Zwickau ist am Sonntag die Triathlonsaison in Sachsen zu Ende gegangen. Bei kühlen 12 Grad, aber zum Glück ohne Regen mussten die Teams in der Landesliga noch einmal auf der Sprintdistanz ran. Das waren 700 m Schwimmen (in der Halle), 20 Kilometer Radfahren und ein Fünf-Kilometer-Lauf. Am Ende erfüllte sich das OSSV-Bikehouse-Team einen Traum: Nach Platz 3 vor zwei Jahren und Platz im vergangenen Jahr gewann man erstmals die Landesliga. In Zwickau sicherte man sich mit einer starken Team-Leistung den 1. Platz und stand auch in der Endabrechnung ganz oben auf dem Treppchen. Das Bikehouseteam konnte nur beim Saisonstart an der Koberbachtalsperre nicht vollzählig antreten. Der letzte Platz von dort fiel aber als ein Streichwert aus fünf Wettkämpfen aus der Wertung. Mit Rang 2 beim Swim & Run in Häslich und beim Bergduathlon in Rochlitz sowie zwei 1. Plätzen beim Silberstromtriathlon in Schneeberg und nun an der Mulde schaffte man die Gesamtplatzziffer 6 und verwies die beiden Mannschaften vom TV Dresden und das Team vom SV Burkhardtsgrün auf die nächsten Plätze.

Am Sonntag feierten die OSSV-Starter einen Dreifacherfolg. Sebastian Guhr gewann vor Jungtalent Lukas Seifert und André Jost. Das war die Basis eines insgesamt ungefährdeten Mannschaftssieges, der noch durch Thomas Philipp als 16. und Frank Oehl (Platz 21) abgesichert wurde. In diese Plätze ist ein Altersklassenbonus noch nicht eingerechnet, auf den es aber am Ende nicht mehr ankam. Der Teamerfolg ruhte insgesamt auf vielen Schultern. Bei den fünf genannten Wettkämpfen waren 14 Sportler am Start, die in den Altersklassen männliche Jugend A bis Senioren 5 antraten. Neben den schon genannten waren das noch Bernd Klopsch, Christian Thomschke, Lutz Biastoch, Thilo Scheibe, Markus Thomschke, Sven Kunath, Erik Pudollek, Giso Müller und Enrico Nake. Diese Breite macht den Erfolg umso erfreulicher. Die Triathlonabteilung des OSSV gehört weiterhin zu den Besten in ganz Sachsen.

Das hat sie auch weltweit unter Beweis gestellt – mal ganz abgesehen von den Erfolgen der beiden Starter mit Profilizenz (Markus Thomschke und Sebstian Guhr) und der erreichten Quali für die WM auf Hawaii 2018 durch Stefan Flachowsky beim Ironman in Wales, über die die SZ berichtete. Weitere Sportlerinnen und Sportler machten den OSSV in der Ferne bekannt. So Katrin Hantsche aus Großröhrsdorf. Die 49-Jährige startete beim Ironman in Hamburg zum ersten Mal auf der Langdistanz über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einen Marathon und schaffte Platz 5 in der AK, wobei sie trotz einer Fünf-Minuten-Strafe die überhaupt neuntschnellste Frau auf dem Rad war. „Das war ärgerlich, weil nur reichlich eine Minute auf Platz 3 fehlte“, sagte sie. Kurzerhand startete Katrin zwei Wochen später noch beim Ironman 70.3 in China. Als Zweite ihrer Altersklasse sicherte sie sich die Teilnahme an der Halbdistanz-WM 2018 in Südafrika. Etwa zur gleichen Zeit startete Jörg Guhr (AK 50) beim Ironman 70.3 Portugal erstmals auf der Halbdistanz. Er wurde starker 27. seiner AK – unter 150 Startern. Und ein besonderes Highlight aus OSSV-Sicht setzte noch Thilo Scheibe auf dem knochenharten Trail der O-See-Classics über Stock und Stein. Er gewann nach 3:15 Stunden die AK 50 bis 59. (SZ)