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Montag, 25.09.2017

Bienen verlieren erstes Heimspiel

Der HC Rödertal kassiert vor 904 Zuschauern eine 17:25-Niederlage gegen die HSG Bad Wildungen Vipers.

Von Florian Triebel

Die Rödertalbienen hatten Mühe, sich im ersten Bundesliga-Heimspiel am Kreis durchzusetzen. Die Spielerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers arbeiteten defensiv stark und gewannen mit acht Toren Differenz.
Die Rödertalbienen hatten Mühe, sich im ersten Bundesliga-Heimspiel am Kreis durchzusetzen. Die Spielerinnen der HSG Bad Wildungen Vipers arbeiteten defensiv stark und gewannen mit acht Toren Differenz.

© Henry Lauke

Handball-Bundesliga. Zum ersten Bundesliga-Auftritt der Rödertalbienen vor heimischer Kulisse war die HSG Bad Wildungen Vipers zu Gast. Am Ende stand eine deutliche Heimniederlage für die Gastgeberinnen zu Buche, die mit 17:25 (9:15) unterlagen.

Vor dem Spiel war die Aufregung rund um die Sporthalle in Großröhrsdorf sehr groß. 904 Zuschauer waren gekommen und sorgten schon beim Einlauf der Spielerinnen für eine tolle Atmosphäre – nun war die erste Bundesliga endlich im kleinen Großröhrsdorf angekommen.

Die gute Stimmung trug die Bienen nach dem Anpfiff direkt zur ersten Führung. Stefanie Hummel (insgesamt drei Tore) konnte nach nicht mal einer Minute den ersten Konter erfolgreich abschließen und den ersten Treffer in heimischer Halle für den HC Rödertal erzielen. Leider war dies zugleich die letzte Führung der Gastgeber im Spiel. Die Zuschauer konnten sich nur kurz freuen, denn wenige Sekunden später traf Laura Vasilescu (9/4 Tore) vom Siebenmeterpunkt zum Ausgleich. Danach zeigten die Bienen leider das derzeit gewohnte Bild. Durch viele technische Fehler und Unkonzentriertheiten im Angriff gab man den Ballbesitz leichtfertig ab und lud die HSG Bad Wildungen zu Kontern ein. Dank der wesentlich besseren Chancenverwertung setzen sich die Vipers, bei denen die ehemalige Biene Anna Frankova (zwei Tore) von Beginn an ran durfte, Stück für Stück ab. So sah sich Cheftrainer Karsten Knöfler gezwungen, nach zwölf Minuten, beim Stand von 3:7 das erste Timeout zu nehmen. Auch danach schafften es die Bienen jedoch nicht, dem Spiel eine Wendung zu geben. Nachdem Jessica Jander noch auf 7:11 verkürzte, versuchten die Vipers mit einem 4:0– Lauf zum 7:15 nach 26 Minuten für eine erste Vorentscheidung zu sorgen. Durch zwei Tore zum Ende der ersten Halbzeit konnten die Bienen nochmals verkürzen und gingen mit einem 9:15-Rückstand in die Halbzeitpause.

Nur Torhüterinnen mit Normalform

Die Gastgeberinnen nahmen den Schwung aus dem Ende der ersten Halbzeit mit und agierten zunächst auf Augenhöhe. Das lag allerdings eher daran, dass sich bei Bad Wildungen mehr und mehr Fehler im Abschluss einschlichen. Durch die eigenen Schwächen konnten die Bienen dennoch nicht verkürzen, sodass sie nach 35 Minuten immer einem 6-Tore-Rückstand hinterher liefen. 20 Minuten vor Ende der Partie und einem erneuten 4:0-Lauf der Gäste durfte Ann Rammer Nele Kurzke im Tor der Gastgeberinnen ablösen. Das Spiel ebbte weiter ab und war geprägt von technischen Fehlern und Abschlussschwächen. Beide Teams konnten bis zum Ende des Spiels nur noch jeweils vier Tore erzielen, was im 17:25-Endstand resultierte.

Einzig die beiden Torhüterinnen der Bienen schaffen es derzeit, ihre Leistung abzurufen und die Mannschaft vor Schlimmeren zu bewahren. Im Gegensatz dazu passieren im Angriff einfach zu viele technische Fehler und Fehlpässe, was auf diesem Niveau direkt bestraft wird. Das zeigt auch ein Blick auf die geworfenen Tore. HCR-Präsident Andreas Zschiedrich: „Die 17 Tore sind einfach viel zu wenig, um ein Spiel in dieser Spielkasse zu gewinnen.“ Beste Torschützin bei den Bienen war Izabella Nagy (5/2 Tore). Chefcoach Karsten Knöfler: „Wir haben besonders in der ersten Halbzeit viel zu viele technische Fehler gemacht. Auch die Chancenverwertung war nicht gut.

Nächstes Wochenende ist spielfrei, bevor die Rödertalbienen am 8. Oktober in der 2. Runde des DHB-Pokals zu den Handball-Luchsen nach Buchholz/Rosengarten fahren müssen.