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Donnerstag, 30.10.2008

Biedenkopf engagiert sich für „Geh Denken“

Der Altministerpräsident tritt dem Aufruf gegen einen Naziaufmarsch bei. CDU-Chef Rohwer steht derweil in der Kritik.

Von Thilo Alexe

Sachsens früherer Regierungschef Kurt Biedenkopf (CDU) ist vor einer Woche dem Aufruf gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens beigetreten. Das teilten die Initiatoren des Projekts „Geh Denken“ gestern mit. Biedenkopf selbst äußerte sich nicht. Die von Kirchen, Gewerkschaften und linken Parteien getragene Initiative plant eine Gegendemonstration zu einem Naziaufmarsch am 14. Februar. Zu den prominenten Unterstützern zählt Alt-Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU).

Unterdessen steht CDU-Chef Lars Rohwer in der Kritik. Rohwer hatte in einem SZ-Interview Teile des Aufrufs als aggressiv kritisiert. Stilles Gedenken und Gottesdienste seien geeigneter als Demonstrationen. SPD-Fraktionschef Peter Lames betonte dagegen: „Es geht darum, möglichst viele Dresdner gegen die Neonazis auf die Straße zu bringen.“ Ähnlich äußerte sich Linke-Fraktionschef André Schollbach. Der Vorsitzende der Initiative Bürger Courage, Christian Demuth, warf Rohwer „eine Beleidigung aller Demokraten dieser Stadt“ vor. Kritik kam auch von SPD-Landtagsfraktionschef Martin Dulig.