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Donnerstag, 20.04.2017

Betrüger zocken Sebnitzerin ab

Die 84-Jährige fiel auf angebliche Polizisten herein. Jetzt ist sie 5 000 Euro los. Es ist nicht der erste Fall dieser Art in der Stadt.

Immer wieder fallen gerade ältere Menschen auf Telefonabzocke herein.
Immer wieder fallen gerade ältere Menschen auf Telefonabzocke herein.

© Symbolbild: dpa

Sebnitz. Eine 84-jährige Frau aus Sebnitz ist in dieser Woche auf dreiste Trickbetrüger hereingefallen. Sie hat an die Kriminellen insgesamt 5 000 Euro verloren. Die Seniorin erhielt zwischen dem 7. und 18. April mehrfach Anrufe von einem Mann und einer angeblichen Kriminalbeamtin. Diese stellten ihr am Telefon einen Geldgewinn in Aussicht. Um an das Geld zu kommen, sollte die Sebnitzerin auf ein Konto im Ausland 2 500 Euro überweisen. Wenige Tage nachdem diese Summe geflossen war, schickte die 84-Jährige auf Geheiß der vermeintlichen Polizistin weitere 2 500 Euro an eine Adresse in Westdeutschland. Erst später wurde ihr bewusst, dass sie Betrügern aufgelaufen war. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Betrugsfälle wie dieser haben sich zuletzt in Sebnitz gehäuft. Mitte Januar hatten Kriminelle eine 89-Jährige um ihr Erspartes gebracht. Sie erbeuteten mit dem Enkeltrick mehr als 8 000 Euro. Die Frau erhielt dabei einen Anruf von einem vermeintlichen Enkel, der ihr gegenüber eine Notsituation vorgab und um Geld bat.

Mitte Februar schlugen erneut Betrüger zu. Damals gaben sich die Kriminellen am Telefon als Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes aus. Sie gaukelten einer Sebnitzerin vor, dass sie an einem Gewinnspiel teilgenommen und die dabei angefallenen Spielbeträge noch nicht gezahlt hätte. Die Frau überreichte daraufhin einem angeblichen Polizisten mehrere Tausend Euro.

Ende März sorgte ein weiterer Betrugsversuch in Sebnitz für Aufsehen. Die Unbekannten nutzten dabei die gleiche Masche wie bei dem Fall Mitte Februar und forderten 5 000 Euro. Die 83-Jährige wollte das Geld schon abheben. Eine Mitarbeiterin der Ostsächsischen Sparkasse hielt sie jedoch davon ab und informierte die Polizei.

Die Polizei rät, misstrauisch zu sein, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit dem Namen vorstellt. Sobald der Gesprächspartner Geld fordert, sollte man den Hörer auflegen – keinesfalls Details zu seinen familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. Die Polizei rät, ungewöhnliche Anrufe mit Familienangehörigen zu besprechen oder die Polizei unter der im Telefonbuch angegebenen Nummer anzurufen. Die Beamten würden nie zur Auflösung von Konten auffordern oder Vermögensdaten erfragen. (SZ)