erweiterte Suche
Mittwoch, 04.10.2017

Betonteil sorgt für Bauverzögerung

Die Arbeiten auf der Dresdner Straße in Freital sind erst Ende November abgeschlossen. Nun gibt es eine Erklärung, warum.

Von Tobias Winzer

© dpa

Freital. Die Bauarbeiten an der Dresdner Straße/Güterstraße dauern rund sechs Wochen länger als geplant und sind wohl erst Ende November abgeschlossen. Nachdem die Sächsische Zeitung in der vorvergangenen Woche darüber berichtete, wurde vor allem auf der SZ-Facebook-Seite Kritik laut. Die Stadt hatte als Begründung für die Verzögerung die vielen unterirdisch liegenden Leitungen angeführt. Mehrere SZ-Leser fragten daraufhin, warum man diese Leitungen nicht mit moderner Technik erkennen und bei den Arbeiten beachten könne.

Auf eine erneute SZ-Anfrage meldet sich nun der Chef, der Wasserversorgung Weißeritzgruppe, Frank Kukuczka, zu Wort. Sein Unternehmen tauscht dort eine alte Wasserleitung gegen eine neue aus.

Die meisten Leitungen seien zwar in den Plänen verzeichnet, so Kukuczka. Darüber hinaus seirn jedoch nicht immer jeder querende Hausanschluss und insbesondere Teile des Altleitungsbestandes, welcher nicht mehr in Betrieb ist, eingetragen. Stoße man während der Baumaßnahmen auf unbekannte Leitungen, müsse jedes Mal vor Ort entschieden werden, zu wem die Leitung gehört. „Weiterhin muss geprüft werden, ob beispielsweise Gas- und Wasserleitungen, welche nach bestem Wissen nicht mehr in Betrieb sind, doch noch unter Druck stehen“, so Kukuczka. „Auch alte oder nicht eingezeichnete Stromkabel und Abwasserleitungen müssen vor ihrem Rückbau zur Beräumung der Leitungstrassen überprüft werden.“

Laut Kukuczka ist es zu aufwendig, die Straße aller 20 Meter punktuell zu öffnen, um die Lage der Leitungen zu prüfen. Dies würde zu empfindlichen Behinderungen des Verkehrs führen. „Zudem verteuern sie die Baumaßnahme und letzte Sicherheit ist auch hier nicht zu erlangen.“

Die derzeitigen Verzögerungen haben ihre Ursache in einem bisher nicht bekannten Betonwiderlager. Es dient dazu, dass die alte Hauptwasserleitung stabil in der Erde liegt.

Ein Teil dieses aus heutiger Sicht überdimensionierten Betonwiderlagers müsse sehr vorsichtig per Hand an der noch in Betrieb befindlichen alten Leitung beseitigt werden, um Platz für die neue Leitung zu schaffen. „Dies kostet Zeit, aber bei komplizierten Baumaßnahmen geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit.“